Brand und SEO

Eins vorneweg: Im Folgenden werde ich die Begriffe Brands und Marken als Synonym verwenden.

Google bevorzugt Brands schon seit vielen Jahren. Brands bekommen bessere Rankings, auch mit weniger Links und auch wenn mal ein Penalty ausgesprochen wird, ist es nicht so folgenschwer. Kleine Brands erhalten von Google keinen Vertrauensvorschuss und müssen sich viel mehr Links verdienen und eine einmalige Bestrafung kann das Aus bedeuten.

Die Bedeutung von Brands wird auch in der Suchmaschinenoptimierung immer wichtig, vor allem im Hinblick auf das semantische Web. Marken haben einen sehr hohen Traffic-Wert und haben höhere Conversions-Rate, da Nutzer auf gerne auf das klicken, was sie bereits kennen. Beispielsweise ist es wahrscheinlicher, dass ein User auf Artikel auf Zeit Online klickt, als auf einen privaten Blogpost, auch wenn dieser vielleicht sogar besser ist. Daher gibt es viele gute Gründe in den Markenaufbau zu investieren.

hreflang Attribute für mehrsprachige Websites

hreflang Attribute für mehrsprachige Websites

Gerade international ausgerichtete Webseiten haben verschiedene Sprachversionen auf verschiedenen URLs. Besonders bei Webseiten, deren Besucher zwar die gleiche Sprache sprechen, aber nichts dem gleichen Land kommen, ist hreflang elementar wichtig. Sonst droht, dass Google den Inhalt als Duplicate Content einstuft – und das sollte tunlichst vermieden werden. Jede Website, die mehr als eine Sprache anbietet, sollte das Attribut nutzen, um die jeweiligen vorliegenden Sprachen entsprechend auszuzeichnen.

Eine korrekte Implementierung des hreflang-Attributs soll die Webseiteninhalte zur sprachlichen und/oder geografischen Region des Users ausrichten. Google ist zwar heute durchaus in der Lage, die Sprache einer Website zu erkennen und diese dann auch entsprechend in den jeweiligen länderspezifischen Suchmaschinen anzuzeigen. Immer wieder kommt es hier aber doch zu Problemen. Die meisten Probleme treten dabei auf, wenn dieselbe Website in der gleichen Sprache für unterschiedliche Regionen existiert.

Die Probleme sind:

E-A-T: Expertise, Autorität, Vertrauenswürdigkeit

Wenn Google jährlich sein globales Update offiziell verkündet, sorgt es für Aufregung bei Webmastern und SEO-Managern. Auch 2018 war es nicht anders, als am 1. August Google via Twitter bestätigte, dass ein Core-Update ausgerollt wird. Kerninhalt des Updates war die weiterhin große Bedeutung von E-A-T und die Veränderungen trafen am meisten Seiten aus dem Gesundheits- und Finanzbereich. E-A-T steht für Expertise, Authority und Trustworthy. Drei Faktoren mit denen Google misst, ob sie eine Webseite für vertrauensvoll hält oder eben nicht. Während E-A-T auch schon vor dem Update sehr wichtig war, hat es seit dem Update noch an Relevanz gewonnen.

Durch Strukturierte Daten zu einem besseren Ranking

Kein neuartiges Feature, eher ein alter Hut und dennoch nutzen viele Webmaster immer noch keine Strukturierte Daten. Doch der Nutzen und den Einfluss auf Klickraten und damit das Ranking ist nicht zu unterschätzen.

Strukturierte Daten teilen der Suchmaschine zusätzliche Informationen mit, was auf der Seite vorhanden ist.  Handelt es sich um ein Video, einen Artikel oder um ein Rezept? Ist mit „Müller“ der Nachname gemeint oder die Drogeriekette? Oder man bedenke einfach nur die weltweit unterschiedliche Schreibweise von Adressen. Mal steht die Straße vor der Hausnummer, manche Länder haben Apartment-Nummern, in einigen Städten und Ländern enthält die Postleitzahl nicht nur Ziffern usw. Durch Strukturierte Daten kann man genau spezifizieren, was der Straßenname, die Hausnummer, der Vorname usw. ist. So braucht der Algorithmus der Suchmaschine nicht raten.

Was ist Dynamic Rendering und wie hilft es bei der Indexierung von JavaScript?

Neue Lösung für Javascript aus SEO-Sicht:

Googles neuer Ansatz „Dynamic Rendering“ soll helfen, JavaScript-Seiten schneller und effektiver zu rendern und zu indexieren. Dazu sollen Webcrawler JavaScript und HTML-Code fertig gerendert direkt vom Server erhalten, während Besucher den Code weiterhin browserbasiert verarbeiten, um die Webseite grafisch darzustellen.

Google erklärt den Begriff Dynamic Rendering als

„switching between client-side rendered and pre-rendered content for specific user agents.“

Als Schaubild kann man sich das Ganze in etwa so vorstellen:

Crawler bekommen zur Indexierung also in Zukunft JavaScript als vorgerenderten statischen HTML-Code geliefert. Für die Besucher werden HTML-Code und JavaScript weiterhin in real-time im Client gerendert.