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Google Pangolin Update Banner

Google Pangolin Update ausgerollt

Ach ja, die Local Box, bzw. die Suchergebnisse bei Google Maps. Der letzte Bereich, in dem Spammer der ganz alten Schule noch Erfolge feiern können. Und sich dann auch noch fälschlicherweise als SEOs bezeichnen.

Das Problem bei den Google My Business Einträgen ist, dass Google bis vor kurzem nicht so sehr auf die Qualität und Echtheit der Einträge geachtet hat. Die Algorithmen schienen nicht sonderlich ausgereift, und viele offensichtliche Fake-Einträge und Fake-Bewertungen waren die Folge dessen. Das Problem grassiert vor allem in den USA, aber auch hierzulande kennt man ja die üblichen Verdächtigen (Schlüsseldienste, Bestattungsunternehmen), die sogar teilweise schon im Visier der Bundesnetzagentur stehen.

Für die ehrlichen und anständigen My Business Nutzer gab es nur die Best Practice: Profil vollständig und vor allem korrekt ausfüllen, Fotos hinterlegen und Kunden um Bewertungen bitten. Am Ranking in Google Maps hat sich nicht viel getan, eine Logik oder Rankingfaktoren schien es nicht zu geben.

Erste Verbesserungen gab es Anfang 2016 (Isabel hat damals berichtet), ein Update, das viel später als Bellyflop Update bekannt wurde. Der große Wurf war das aber noch nicht.

Was bringt das neue Google Pangolin Update?

Und was ist ein Pangolin?

Rettet das Pangolin

Das ist schnell erklärt. Das Pangolin heißt auf deutsch Schuppentier, und wurde von Google bereits zum Valentinstag mit einem sehr aufwändigem Doodle bedacht: https://www.google.com/doodles/valentines-day-2017-day-1

Es gibt nur 8 Arten von Pangolins, und alle sind vom Aussterben bedroht, weil sie ganz oben auf der Abschussliste von Wilderern und Schmugglern stehen. In manchen asiatischen Ländern werden die possierlichen Tiere leider aufgrund von Aberglauben gegessen, und diese Mahlzeit lassen sich die Personen viel Geld kosten. Die Problematik ist ähnlich dem der Nashörner und Elefantenzähne.

Details des Pangolin Updates

Was ändert sich jetzt beim Local Pack bzw. beim Ranking von Google Maps? Welchen Rankingfaktor und welche Signale kann Google nutzen, die nicht so einfach zu fälschen sind wie Adresse, Telefonnummer und Bewertung? Die Antwort, die sowohl auf der SEO Campixx 2017 als auch auf der SMX 2017 die Runde machte: Bewegungsdaten von Smartphone Nutzern.

Vermutlich hat jeder Maps Nutzer das Balkendiagramm in einem Business Eintrag schon gesehen:

Pangolin Update Screenshot Google Maps

Bisher waren diese Daten nur für den Nutzer hilfreich, um zu sehen, wie voll es gerade an der auserwählten Location ist. Mit dem Pangolin Update nutzt Google diese extrem schwer zu fälschenden Daten, um die Beliebtheit einer Location zu ermitteln. Mehr Besucher = beliebt = besseres Ranking.

Einerseits finden wir das gut, andererseits wird jeder, der sich etwas mit Statistik und Ranking auskennt sofort den Fehler sehen: Es kann dazu führen, dass beliebte Einträge immer beliebter werden, einfach weil andere Einträge nicht mehr wahrgenommen werden. Wie bei einem beliebigen Video- oder Fotoportal oder auf Reddit, wo die meistgesehenden Einträge seit Jahren stagnieren, wenn die einmal Top-Positionen erreichen. Bleibt zu hoffen, dass sich das durch die Ortskenntnis der Nutzer ausgleicht.

Sehr geehrte Kunden, liebe SEO-Interessierten. Anscheinend war dieser Aprilscherz nicht so offensichtlich, wie wir gedacht haben. Deswegen hier ganz deutlich: Den Namen Pangolin Update haben wir frei erfunden, die Vorlage vom Google Doodle war einfach zu verlockend. Der Rest des Blogbeitrags ist allerdings real: Das Schuppentier ist aufgrund von Wilderei vom Aussterben bedroht. Auch die Rankings in Google Maps scheinen den oben genannten Mustern zu folgen, aber noch ist es zu früh, hier von einem umfangreichen Update zu sprechen. Aber wer weiß, vielleicht lässt sich Google ja durch unseren Scherz bei der Namensgebung inspirieren.

PS: Fotos von
https://www.regenwald.org/regenwaldreport/2016/448/rettet-das-pangolin

http://naankuse.com/conservation/african-wildlife/pangolin/

Comments (1)

  • Christian Benkner

    Christian Benkner

    |

    April, April! :-)

    Reply

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