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SEO: was es kostet und wie Sie die richtige SEO-Agentur finden

Im Onlinemarketing gibt es eine Legende, die nicht auszuräumen ist: SEO ist fast umsonst zu haben. Freelancer und zum Teil auch Agenturen werben mit SEO Komplettpaketen ab 200 Euro monatlich. Ob sie den Webseiten ihrer Kunden damit wirklich auf die Sprünge helfen, steht auf einem anderen Blatt.

Auch viele Webseitenbetreiber sind angesichts der Fragen, was SEO kann und was sie kostet, völlig ratlos. Klar ist ihnen lediglich, dass sie Suchmaschinenoptimierung brauchen, um voranzukommen. Eine gute SEO-Agentur tritt somit von vornherein nicht nur als „technischer Dienstleister, sondern auch als Berater auf – übrigens nicht nur beim Erstkontakt und der Projektbesprechung, sondern bei der Umsetzung des gesamten Auftrags.

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In unserer Eventreihe SEO – DEUTSCH / DEUTSCH – SEO diskutierte Matthias am 23. November die jeweils aktuellsten SEO-Trends aus der seonative Perspektive – sein Fazit finden Sie demnächst hier auf unserem Blog. Davor beschäftigte ich mich in einem einstündigen Vortrag mit der Frage, was (gute) SEO kosten darf und sollte.
Wir hoffen, dass wir bei unseren Kunden und Projektinteressenten damit einige Unklarheiten beseitigen konnten. Im Fokus standen dabei natürlich nicht nur die reinen Kosten, sondern vor allem Arbeitsweise und Konzept einer kunden-orientierten Agentur.

Die richtige SEO-Agentur – vor allem eine Kostenfrage?

Zunächst einmal der Mythos, auf den wir bei vielen unserer Kunden treffen: SEO besteht aus einigen technischen Optimierungen OnPage und dem Setzen einer ausreichenden Zahl von Backlinks. Wer das erledigt, ist auf der sicheren Seite und hat gute Chancen, demnächst in den Google Top 10 zu ranken. Natürlich klingt ein solcher Ansatz simpel. Das optimale Angebot für das Projekt sollte folglich auch recht günstig sein.

Vor diesem Hintergrund erscheint die Auswahl der passenden SEO-Agentur vor allem als Kostenfrage. Hinzu kommt, dass viele Gründer und kleine Unternehmen pro Monat nur ein SEO- und Marketingbudget von einigen hundert Euro zur Verfügung haben. Das Problem dabei: Im Zweifelsfall kaufen sie damit eine deutlich zu knapp bemessene Leistung, die ihren Seiten gar nichts bringt.

Komplett außer Acht gelassen wird hier oftmals, dass neben technischen OnPage-Verbesserungen und Backlinkaufbau noch viele weitere Faktoren direkt oder indirekt bei SEO eine wichtige Rolle spielen. Beispielsweise ist guter Content mit den passenden Proof Keywords ein wichtiger Rankingfaktor, während eine gute Meta-Description sich seltenst direkt auf das Ranking auswirkt – jedoch ist eine gut formulierte Meta-Description wichtig um in den SERP den User zum Klick zu verführen. Hier ist es notwendig, dass sich die SEO-Agentur ganzheitlich in den Onlinemarketingprozess und Strategiefragen einbringt. Bei den großen, bekannten Onlinewarenhäusern hat die SEO-Abteilung oftmals sogar das letzte Wort bei Marketingentscheidungen. Das alles ist für wenige hundert Euro im Monat kaum zu leisten.

Gute Suchmaschinenoptimierung ist ein Prozess

Der oben erwähnte simple Ansatz ist sehr verführerisch. Menschen mögen einfache Konzepte, schneller Erfolge und günstige Preise. Suchmaschinenoptimierung ist allerdings (leider?) kein Produkt von der Stange, gute Suchmaschinenoptimierung ist ein Prozess, der in mehreren Projektschritten und -Phasen abläuft:

Der Anfang

– Am Anfang einer erfolgversprechenden SEO-Kooperation stehen Analysen und eine ausführliche Beratung: Was will der Kunde eigentlich mit seiner Webseite erreichen? Um welche Themen geht es? Gibt es bereits eine optimierte Internetpräsenz? Über welche Stärken, Schwächen und Potentiale verfügt die Seite? Wie umfangreich muss ein Relaunch sein?

– Immer häufiger ist parallel dazu konzeptionelle Arbeit wichtig, für die nicht nur SEO-Wissen, sondern auch Marketing-Expertise nötig ist. Eine zentrale Frage ist, welche Zielgruppen mit der Seite angesprochen werden sollen, wie sie im Internet kommunizieren und welchen Content sie erwarten. Für die inhaltliche Gestaltung und die Keyword-Optimierung der Landingpages sind die richtigen Antworten darauf erfolgsentscheidend. Zur Entwicklung eines SEO-Konzepts gehören natürlich auch Webanalysen sowie die Entwicklung einer Linkaufbau-Strategie, die auf organisch generierte, nachhaltige Backlinks zielt.

Die Umsetzung

– Durch die Ergebnisse dieser Analysen, eingehender Beratung, sowie den daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen, werden nun die technischen Umsetzungen in Auftrag gegeben. Hier gibt es mehrere Wege: Die meisten Kunden haben schon eine IT-Abteilung oder einen Webdienstleister/Werbeagentur de sich für die Webseite verantwortlich zeigt.

– Eine gute SEO-Agentur wird bei der Umsetzung gerne beratend unterstützen. Sollten auf Kundenseite die Möglichkeit der Umsetzung noch nicht gegeben sein, so seonative wuppt diese Anforderung mit der eigenen Webagentur und Entwicklerteam bei sitefactor. Bei Bedarf kann seonative auch auf gute Agenturpartner zurückgreifen, darunter einige namhafte Web- und Werbeagenturen.

Die langfrisitge Entwicklung

– Optimal ist, wenn auf die Erstoptimierung der Seite eine kontinuierliche Betreuung folgt, die fortlaufende Trackings, regelmäßiges Reporting, Wettbewerbsanalysen und vor allem kontinuierliches Content Marketing einschließt. Nicht zuletzt haben Kunden dadurch einen SEO-Experten jederzeit auf Abruf verfügbar, der sich mit dem laufenden Projekt auskennt und stets am Ball bleibt.

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Wer von seinen SEO-Partnern die Umsetzung aller Prozessschritte erwartet, erwirbt ein SEO-Komplettpaket, das sich nur im Rahmen einer langfristigen Kooperation realisieren lässt. Alternativ lässt sich gute SEO auch in Modulen realisieren. Die Agentur übernimmt dann beispielsweise die Entwicklung des SEO-Konzepts und bringt eine optimierte Seite an den Start. Die Entwicklung des Contents, die Content-Produktion sowie Tracking und Analytics leistet der Kunde selber.

Was darf gute Suchmaschinenoptimierung nun kosten?

Ganz richtig ist diese Frage nicht gestellt – besser wäre: Was muss sie mindestens kosten? Hierfür müssen Kunde und Agentur zunächst einmal den Projektumfang kennen, so exakt wie möglich definieren und danach in die erforderlichen Arbeitsstunden übersetzen.

SEO-Agenturen und Freelancer arbeiten normalerweise auf der Basis von Stunden- oder Tagessätzen. Branchenüblich sind Stundensätze zwischen 75 und 150 Euro. Dieser Durchschnitt schließt nicht aus, dass auch günstigere Agenturen gute Arbeit leisten können oder ein teureres Angebot für das Projekt am besten ist. Klar wird anhand dieser Zahlen allerdings, dass die gerne zitierte „Komplett-SEO für 200 Euro“ weder seriös noch realistisch ist. In diesem Fall würde der SEO-Mitarbeiter für seinen Auftraggeber pro Monat maximal drei Stunden tätig werden. Im Gegenzug sind sich die meisten Agenturen und erfahrene SEO-Kunden einig, dass für nachhaltige SEO monatlich mindestens ein Manntag nötig ist. Daraus ergibt ein Jahresbudget von mindestens 7.000 Euro – zuzüglich Mediabudgets für Content Erstellung, Seeding und OffPage-SEO.

Für langfristig orientierte größere Projekte sind Kick-off-Workshops üblich, um die Ziele und den Umfang der Zusammenarbeit abzustimmen. Die Preise dafür beginnen bei ca. 2.000 Euro.

Welche Punkte sind für die Wahl einer SEO-Agentur wirklich wichtig?

Klar ist, dass der Preis nicht das erste und nicht das einzige Kriterium für eine SEO-Kooperation sein kann. Gute SEO ist auf die Bedürfnisse und den Projektumfang des Kunden abgestimmt. Wichtig sind aus unserer Perspektive die folgenden Faktoren:

– Sind sich Agentur und Kunde über die Ziele des Projektes klar?
– Ist es realistisch, diese Ziele mit dem vorhandenen Budget nachhaltig zu erreichen?
– Ist die Arbeitsweise der Agentur transparent und nachvollziehbar? Beispiel Linkaufbau: Welche Strategie wird hier verfolgt?
– Welche Maßnahmen zur Erfolgsmessung sind vorgesehen? Wirbt die Agentur mit „Erfolgsgarantien“, die im Bereich der SEO in der Regel nicht seriös abzugeben sind?
– Wie viele Kunden betreut die Agentur pro Mitarbeiter? Natürlich sind die Anforderungen hier bei größeren Projekten anders als bei der Realisierung eines kleineren SEO-Moduls. Auch dann sollte der SEO-Experte jedoch genügend Zeit haben, sich den vereinbarten Aufgaben intensiv und störungsfrei zu widmen.
– Bietet die Agentur nur langfristige Verträge an um ihre Kunden gleich für 12 oder 24 Monate zu fesseln?
Unser Tipp: lieber eine faire Mindestlaufzeit und danach moderate Verlängerungen. Das hilft beiden Seiten, Suchmaschinenoptimierung planbar zu gestalten.
– wie ist die Kündigungsfrist? (3 Monate zum Laufzeitende als Frist ist schon sehr lang)
– Exakte Leistungsbeschreibungen: Werden bereits im Angebot konkrete Dienstleistungen und die erforderlichen Arbeitsstunden/Manntage in detaillierter Weise aufgelistet?

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Unser Fazit

Pauschalantworten nach den Preisen guter Suchmaschinenoptimierung können und sollten wir nicht geben. Der Fokus der SEO-Budgetierung sollte auf den Zielen einer SEO-Kampagne und auch den langfristigen Renditen einer nachhaltigen Optimierung liegen. Für kleinere Unternehmen mit sehr begrenzten SEO- und Marketingbudgets kann es besser sein, eigene SEO-Ressourcen aufzubauen und sich dafür eine SEO-Agentur als professionelle, beratende Unterstützung ins Haus zu holen, als von vornherein in langfristige Agenturprojekte zu investieren. Nur ein Rat, den wir uns trotzdem erlauben:

Fragen Sie nach der Motivation der Agentur. Wer hier nur auf den schnellen Abschluss aus ist und das Blaue vom Himmel verspricht, ist schnell entlarvt.
Einige der Fragen die wir immer wieder gestellt bekommen, habe ich Ihnen hier zusammengefast: Download PDF-Datei

Vergeben Sie den Auftrag dann dorthin, wo Sie sich am besten aufgehoben fühlen.

Die beiden Seonative Vorträge zu SEO-Kosten und SEO-Trends 2017 waren ein Erfolg, mit dem wir so selbst nicht gerechnet hatten. Trotz Weihnachts- und Jahresendstress hatten wir ein fast volles Haus. Auch in der Pause gab es spannende Gespräche (und natürlich leckeres Fingerfood). Natürlich werden die seonative Agenturevents auch 2017 weitergehen.

Vielen Dank für das rege Interesse an unseren Dienstleistungen und Veranstaltungen in 2016!

Ich wünsche Ihnen frohe und besinnliche Festtage,
Ihr,
Christian Benkner

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Christian Benkner
Chris leitet das Sales-Team der seonative GmbH. Er betreut und berät Kunden während der Anbahnung, steht Lob & Kritik stets offen gegenüber und ist aus vollem Herzen Dienstleister. Chris sorgt für einen optimalen Start der verschiedenen Kundenprojekte bei seonative. Zusammen mit dem SEO/SEA-Team entwickelt das Sales-Team individuelle Vorgehensweisen und Produkte, die sich stets am Bedarf und Wunsch des Kunden orientieren.

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Kommentare (2)

  • Avatar

    Andreas Frey

    |

    …und SEO-Trends 20177 ??? waren ein Erfolg…

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    • Matthias Anhalt

      Matthias Anhalt

      |

      Ist korrigiert. Danke. :-)

      Reply

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