SEO Campixx 2016: Recap Teil 2

Nachdem unser Kollege Patrick Föller seinen Recap zur SEO Campixx 2016 bereits veröffentlicht hat (https://www.seonative.de/seo-campixx-2016-recap-und-premiere/), erfahren Sie nun, welche Erkenntnisse wir von der Campixx mitgenommen haben.

„Wir“ sind in dem Fall Michael Hoffmann, bei seonative für die englischsprachigen Kunden verantwortlich und Experte für Blogmarketing sowie Matthias Anhalt, Projektmanager für die SEO Projekte bei seonative.

Unsere Erkenntnisse haben wir diesmal nach Themen anstatt nach Vorträgen geordnet. Im Folgenden fassen wir also aus mehreren Vorträgen zusammen.

Das Google Tool PageSpeed Insights

Die Geschwindigkeit einer Webseite wird immer wichtiger bei der Platzierung der Seite in den Suchergebnissen bei Google. Die Ladegeschwindigkeiten von Webseiten wurde von Google über einen längeren Zeitraum getestet. Das Ergebnis war eindeutig: bei Ladezeiten über 4 Sekunden haben 90% der Nutzer direkt die Webseite verlassen. Gerade im E-Commerce Bereich sind Ladezeiten entscheidend. Je länger eine Seite lädt, desto eher brechen die Kunden ab und kaufen womöglich bei einem anderen Anbieter. Im Mobile Shopping Sektor ist die Absprungrate noch höher. Wenn die Seite nicht innerhalb von 3 Sekunden antwortet, brechen über 40% der Käufer ab.
Den heutigen Blogbeitrag möchte ich daher nutzen, um ein Tool vorzustellen, mit dem die Geschwindigkeit einer Webseite analysiert und optimiert werden kann: Google PageSpeed Insights

Hinweis zum WordPress 4.4 Update: PHP Text Widget

Wer heute erfolgreich auf WordPress 4.4 geupdatet hat, für den ein kleiner Hinweis aus eigener Erfahrung: Das äußerst praktische PHP Text Widget funktioniert nach dem Update nicht mehr. Abhilfe schafft hier das PHP Code Widget, welches im WordPress Backend heruntergeladen und installiert werden kann. Dann muss man seine bisherigen PHP Widgets aber in das neue „PHP Code“ Widget kopieren:

neues php widget php code

Ansonsten konnten wir bei unseren Projekten keine Probleme entdecken. Grundsätzlich ist das Update auf WordPress 4.4 zu empfehlen, da einige der neuen Features sehr attraktiv sind.

Für den SEO Bereich sind die interessantesten Features:

  • Unterstützung von PHP 7.0
  • Responsive Bildgrößen mittels automatisch generiertem srcset Attribut

Die wichtigsten neuen Features der neuen Version können Sie hier nachlesen: https://wordpress.org/news/2015/10/wordpress-4-4-beta-1/

Google veröffentlicht „TensorFlow“ Technologie als Opensource Software

Künstliche Intelligenz-Wochen bei Google: Nachdem Greg Corrado Ende Oktober in einem Bloomberg Interview über ein neues System namens „RankBrain“ berichtet hat, veröffentlicht Google jetzt „TensorFlow“ als OpenSource Software:

https://googleblog.blogspot.de/2015/11/tensorflow-smarter-machine-learning-for.html

tensorflow logo

Was ist TensorFlow?

TensorFlow ist ein System für maschinelles Lernen. Google selbst nutzt es für Anwendungen, wie die Spracherkennung von Google Now, die Schrifterkennung in Google Translate und die Suche nach Gesichtern und Dingen in Google Fotos. Es besteht also keinerlei Zusammenhang zwischen TensorFlow und Rankbrain, außer das beides Systeme für maschinelles Lernen sind.
Mit TensorFlow erstellt man ein lernendes, neuronales Netzwerk. Das System ist vielseitig skalierbar – vom kleinen Smartphone bis zum Rechenzentrum mit tausenden von Servern.

Was kann man mit TensorFlow machen?

Alles. Oder zumindest vieles. Sundar Pichai, CEO von Google, ist laut eigener Aussage selber gespannt, welche Anwendungen zukünftig dafür gefunden werden:

We hope this will let the machine learning community—everyone from academic researchers, to engineers, to hobbyists—exchange ideas much more quickly, through working code rather than just research papers. And that, in turn, will accelerate research on machine learning, in the end making technology work better for everyone. Bonus: TensorFlow is for more than just machine learning. It may be useful wherever researchers are trying to make sense of very complex data—everything from protein folding to crunching astronomy data.

Grundsätzlich haben Entwickler jetzt die Möglichkeit, diese Technologie für ihre Zwecke zu nutzen. Sei es in Apps für Mobilgeräte oder Webanwendungen. Vielleicht werden zukünftig die Suchfunktionen von CM- oder ERP-Systemen davon profitieren. Interesse könnten auch Anbieter von Stockfotos haben, deren Kataloge mehrere Millionen Bilder umfassen, die nicht alle ausreichend getaggt sind. Oder oder oder … es wird interessant, da bin ich mir sicher.