Content is king – aber bitte interessant mit Bildern & Co. aufwerten

Titelbild Blog Freitag Content-Marketing ist auch weiterhin, neben wichtigen technischen Optimierungen im OnPage Bereich, eine entscheidende Größe, die über den Erfolg einer Webseite und ihrer Sichtbarkeit bei Google entscheidet. Zukünftig geht der Trend deutlich in Richtung Content, der einen Mehrwert bildet, sowie Social Sharing. Mehr zum Thema Content und Social Seeding gibt es am 28.10.2015 in einem ausführlichen Fachvortrag mit dem Thema „Blogmarketing & Social Seeding“ von Patrick Föller, bei uns in der Agentur. Nähere Informationen zu dem Fachvortrag und zur Anmeldung finden Sie hier.

Einer der Grundgedanke von Google ist es, Informationen für die breite Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Von Anfang an hat sich Google deutlich vom reinen Webverzeichnis abgesetzt und immer höheren Fokus auf relevante Inhalte gelegt. Darum stehen bei Suchmaschinenoptimierung auch gute und relevante Informationen mehr im Mittelpunkt als nur die reine technische Optimierung von Webseiten. Ziel ist es, Texte SEO relevant und nutzerfreundlich zu gestalten, damit sie das Interesse des Lesers wecken, einen Mehrwert bieten und nicht offensichtlich etwas bewerben. Idealerweise werden neue Inhalte automatisch in den sozialen Netzwerken verbreitet und ziehen somit Verlinkungen, Shares und Aufmerksamkeit nach sich.

Viele Content-Verantwortliche und Blogger stellen sich oftmals die Frage, welche Inhalte die Chance haben überhaupt im Netz wahrgenommen zu werden. Hierbei ist die entscheidende Frage: Was muss der Inhalt bieten, um wahrgenommen zu werden? Mit absoluter Sicherheit sollte er entweder informativ oder unterhaltsam sein.

Verlinkungen oder Shares – was ist momentan der Trend in den sozialen Netzwerken?

Die meisten Inhalte in sozialen Netzwerken bekommen weder Shares noch Verlinkungen. Beiträge, die eine Interaktion hervorrufen, sind immer noch eher geteilte als verlinkte Inhalte. Hierzu wurde dieses Jahr von BuzzSumo in Kooperation mit Moz eine Studie veröffentlicht. Es wurden 100.000 zufällig ausgewählte Posts untersucht, lediglich 50% davon konnten zwei oder weniger Interaktionen aufweisen und insgesamt 75% der zufällig ausgewählten Posts konnten keine externe Verlinkung verzeichnen. Bei einer weiteren Stichprobe mit 750.000 untersuchten Posts hatten über 50% keine externe Verlinkung. Bei allen Veröffentlichungen werden Shares und Verlinkungen nicht gleichmäßig verteilt, einige Top-Performer schöpfen den Großteil der Interaktionen in sozialen Netzwerken für sich selbst ab.

Außerdem gibt die Studie Auskunft über die Korrelation zwischen Shares und Verlinkungen. Es gibt schlichtweg keine. Die Korrelation betrug gerade einmal 0,021, d.h. es gibt kaum einen Zusammenhang. Dies bedeutet wiederum, dass Menschen aus völlig unterschiedlichen Gründen Inhalte teilen. Es kann also kein einheitliches Muster identifiziert werden.

Doch was machen die Top-Performer richtig?

Auch wenn es anscheinend keinen wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen Shares und Verlinkungen gibt, können jedoch trotzdem wichtige Faktoren bestimmt werden, welche Inhalte eher geteilt, bzw. verlinkt werden als andere. Häufig sind es meinungsbildende, journalistischen Inhalte, die verbreitet werden. Ein User kann damit seine eigene Meinung in der Community untermauern. Außerdem erhalten Posts mit Daten und Fakten zahlreiche Shares und Verlinkungen.

Hier sind wir auch schon bei der Beantwortung der Frage: Was machen die Top-Performer richtig?! Inhalte, die mit Bildern, Videos oder beispielsweise Infografiken aufbereitet sind, erhalten viel Zuspruch. Der Content kann noch so gut sein und SEO optimiert, ohne Bilder oder weitere Aufbereitungen ist es undenkbar. Auch hierzu liefert BuzzSumo, diesmal in Kooperation mit Okdork.com, Zahlen und Fakten. Verfügt ein Artikel über ein oder mehrere Bilder, wird er doppelt so oft geteilt als ein Artikel ohne grafische Elemente. Bilder bewirken einen erstaunlich positiven Effekt auf den Leser. Das Interesse steigt und Inhalte können besser erfasst werden. Es darf auch etwas überzogen sein. Content und darin eingebaute grafische Elemente, die Emotionen auslösen, haben eine viel höhere Chance geteilt zu werden. Der Grund ist, dass bei positiven Emotionen ein Glücksgefühl entsteht, woran man gerne andere teilhaben lässt. Dabei wird das positive Gefühl wie ein Geschenk an die Community weiter gegeben. Memes sind beispielsweise eine hervorragende Möglichkeit, Content mit Bilder lustig anzureichern.

Meme
Bevor grafische Inhalte verwendet werden, sollte man sich immer vorher vergewissern, dass der Urheber des Inhalts die Einwilligung zur Veröffentlichung gegeben hat. Über Stockphotos können z.B. Fotos und Infografiken gegen eine geringe Gebühr gekauft werden, diese dürfen dann aber auch auf Webseiten und Blogbeiträgen verwendet werden – ganz ohne rechtliche Folgen.

Nur mit der richtigen Vorgehensweise wird die Strategie von Erfolg gekrönt

Nicht nur grafisch aufbereiteter Inhalt führt zum Erfolg und erzielt somit einen besseren Bekanntheitsgrad im Netz, mehr Backlinks und Social Signals. Die damit erhoffte Steigerung der Conversions kann nur mit verlinkungswürdigem Inhalt generiert werden. Dabei sind eine taktische Vorgehensweise, die Auswahl der Zielgruppe, das Thema und die richtigen Keywords entscheidend.

Ohne genau definierte Zielgruppe ist wohl jede Content-Marketing-Strategie zum Scheitern verurteilt. Es ist nicht unbedingt ratsam, dort mitzumischen, wo sich hunderte Konkurrenten tummeln. Content im Umfeld von Randgruppen kann eine gute Strategie sein, um die passende Zielgruppe anzusprechen.

Bei der Themenauswahl ist es sinnvoll hinsichtlich ihrer SEO Tauglichkeit vorzugehen. Die richtigen Keywords sind dabei entscheidend. Mit verschiedene Tools, wie z.B. dem Google AdWords Keyword Planner, können Keywords mit hohem Suchvolumen ermittelt werden. Zudem werden Alternativen angeboten, um die passenden Keywords für Texte herauszufiltern.

KeywordPlanner Blogpost2
Die Qualität einer Webseite spielt für User als auch für Suchmaschinen eine wichtige Rolle. Die Texte sollen einzigartig sein und einen gewissen Mehrwert schaffen. Oftmals wird im Netz fast schon gepredigt, dass Inhalte von Webseiten das Zünglein an der Waage seien und entscheidend für die Sichtbarkeit in der Ergebnisliste bei Google sind. Und das stimmt auch. Mit guten Inhalten können in der gesamten Strategieplanung im OnPage Bereich bestimmte Stellschrauben gedreht werden, sodass die Webseite – sei es ein Onlineshop, die Firmenhomepage oder der private Blog – erfolgreich und sichtbar bei Google ist. Mit der sogenannten WDF*IDF Formel können Webseiten als auch Unterseiten so gestaltet werden, dass sie einzigartig sind und die Kriterien erfüllen, um gut von Suchmaschinen gefunden zu werden. WDF*IDF Tools helfen bei der Überprüfung von Texten auf spezielle Keywords.

Fazit

Content is king – aber reiner Text reicht nicht mehr aus. Es gilt die Devise: Texte müssen SEO optimiert und mit allen grafischen Mitteln aufgewertet sein, um damit Informationen und einen Mehrwert bieten zu können. Nur so besteht eine gute Chance, dass der Inhalt viele Shares und Verlinkungen erzielt, die wiederum die Reichweite und die Reputation bei Google fördern.

 

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Social Signals: Teil des Google Rankings oder reiner Mythos

Die Auswirkung von Social Signals war und ist weiterhin ein wichtiges Thema. Im Netz wird hitzig diskutiert, analysiert und fast wöchentlich werden Studien veröffentlicht, die den Einfluss auf das Google Ranking untersuchen und vermeintliche Lösungsansätze bieten. Die Fülle von Social Signals und das Teilen von Inhalten lässt schnell die Vermutung zu, dass dadurch das Ranking bei Google verbessert werden kann. Es wird von vielen Seiten behauptet, viele Likes ziehen automatisch Verlinkungen nach sich. Es scheint, dass Seiten mit einer Masse an Fans, Followern und einem großen +1 Gefolge besser ranken als andere. Die Realität sieht jedoch etwas anders aus. Es ist aber auch nicht von der Hand zu weisen, dass sich durch eine gewisse Social Media Präsenz der Erfolg einer Webseite steigern lassen kann.

Aufgrund dessen möchte ich den heutigen Blogpost dazu nutzen, um in einer kurzen Zusammenfassung zu erläutern was wirklich hinter Social Signals steckt und welche Auswirkungen und Chancen Facebook, Twitter, Google+ und Co. bieten.

Zu Beginn ein paar Zahlen, Daten und Fakten

Was sind überhaupt Social Signals? Sie sind im Grunde eine Interaktion von Usern in Form von Likes, Tweets, +1 oder Kommentaren in den verschiedenen Social Media Kanälen. Im Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung wird von Social Signals gesprochen, wenn Aktivitäten im Social Media Bereich, beispielsweise das teilen einer Webseite auf Facebook, Backlinks erzeugen.

Wie alle digitalen Bereiche unterliegt auch der Social Media Bereich einem stetigen Wandel. Dazu die wichtigsten Zahlen in aller Kürze: auch in diesem Jahr führt Facebook die Auflistung mit 1,49 Milliarden Nutzern weltweit an. Die Google Tochter YouTube folgt mit über 1 Milliarde Mitgliedern und das Nutzerwachstum steigt kontinuierlich an. Das Mikrobloggingportal Twitter konnte 2015 rund 316 Millionen aktive Nutzer verzeichnen. Die Wachstumszahlen bleiben nahezu konstant, der Dienst ist allerdings kein Massenmedium und die Mitglieder fokussieren sich auf einzelne Branchen. Ähnliche Zahlen weist das Netzwerk Google+ auf, 2015 waren es rund 300 Millionen aktive Nutzer. Allerdings wird Google+ von Google immer mehr die Aufmerksamkeit entzogen. Nachzulesen unter: https://medium.com/@klauseck/der-langsame-abschied-von-google-59201e15cabe

Was sagt Google über Social Signals und wie wirkungsvoll sind sie tatsächlich in Bezug auf Ranking und Links?

Wie eingangs erwähnt, läuft eine nie endende Diskussion im Netz inwieweit das Ranking mit Likes & Co. in Zusammenhang steht. Durch Matt Cutts, Leiter des Webspam Teams bei Google sowie Kommunikator von Neuigkeiten und Änderungen, heißt es offiziell von Google: Social Signals seien der am meisten überbewertete Faktor im SEO Bereich. Interessant wird es allerdings beim zweiten Teil der Antwort: „Langfristig wird es jedoch anders sein“. Technisch sei Google nicht in der Lage die Werte genau zu bestimmen. Zumindest noch nicht.

Aktuell sind also Social Signals noch kein offizieller Ranking Faktor. Im Sistrix Blog http://www.sistrix.de/news/wie-verbreitet-sind-social-signals/ ist hierzu eine interessante Studie veröffentlich worden, die ein klares Bild aufzeigt.

Für die Studie wurden über 1000 Domains untersucht. Dazu wurden bei den einzelne URLs verglichen, ob sie verlinkt wurden oder ob sie ein Social Signal aufweisen. Das Ergebnis war klar: auf die URLs der Domain verwiesen viel mehr Links, rund 82%. Nur 18% der URLs zeigten ein Social Signal. Wenn nun mehr Links auch ein höheres Ranking bedeuten, haben demnach Social Signals nur wenig Einfluss auf das Ranking. Links von anderen Quellen werden immer noch besser bewertet und häufiger gesetzt.

Da bekanntlich immer zwei Seiten betrachtet werden sollen, funktionieren Social Signals im News Bereich allerdings sehr gut. Auf den URLs vieler Mediaseiten sind mehr Social Signals registriert als Links. Zudem haben diese Seiten viele Backlinks und weisen gleichzeitig eine große Gefolgschaft von Social Media Usern auf. Aber bei all den Vergleichen und Studien kommt es auch immer auf die Methodik und das Ziel an.

Mehr Traffic und Reichweite durch Social Signals?

Seit einiger Zeit zeichnet sich jedoch ein neuer Trend ab. Traffic wird vermehrt über soziale Netzwerke generiert. Gerade Mediaseiten bekommen schon jetzt mehr Traffic über Social Media Kanäle als über Suchmaschinen. In den beiden folgenden Diagrammen wurden die Veränderungen des Referral-Traffics, also User die über einen Link von anderen Seiten und nicht über Suchmaschinen auf eine Webseite kommen, für Mediaseiten dargestellt.

Diagramm Refferal-Traffic

Veränderung des Refferal-Traffic auf Mediaseiten

Kamen 2014 noch lediglich 27% des Referral-Traffics über soziale Netzwerke auf Mediaseiten, erhöht sich dieser Wert 2015 erheblich. Ganze 43% des Referral-Traffics wurde über Social Media Plattformen erzeugt.

Aber nicht nur Traffic kann durch Social Signals generiert werden. Erfolgreiche Seiten mit vielen Links und Likes profitieren alle gemeinsam von einem: der Reichweite. Werden ein Blogpost oder andere Inhalte über Facebook, Twitter & Co. geteilt, ist es durchaus wahrscheinlich, dass diese auf anderen Seiten weiter diskutiert werden und die Ursprungsseite erwähnt und verlinkt wird. Ist eine Webseite bereits weiter vorne gerankt, passiert es außerdem nicht selten, dass Communities auf die Ursprungsseite verlinken, da diese „bei Google gesehen wurde und thematisch passend ist“. Social Signals sorgen also für mehr Traffic und Reichweite. Content kann viel einfacher verbreitet und neue User, oder eine andere Zielgruppe, können so leicht angesprochen werden. Daraus ergibt sich wiederum, dass mehr Links gesetzt werden und das Ranking bei Google steigt. Indirekt kann daher eine Webseite durch Social Signals Traffic gewinnen und das Ranking verbessert werden.

Ausblick:

Likes, Shares oder +1 sind oft das Ergebnis von gutem Content, der die Leserschaft interessiert. Allerdings sind Social Signals, auch wenn sie (noch) keinen offiziellen Rankingfaktor von Google bilden, grundsätzlich ein wirkungsvolles Instrument, um mehr Traffic auf der Seite zu generieren und die Reichweite zu erhöhen. Eine saubere On- und Offpage Optimierung, guter Content und Links sind also immer noch ein Garant für gutes Ranking. Falls Social Signals doch später einen Teil des Google Rankings ausmachen, ist es sicherlich bereits jetzt schon empfehlenswert, sich ein gewisses Ansehen über die Social Media Dienste zu schaffen.

Recap: Fachvortrag „Wichtige Rankingfaktoren“

fachvortrag rankingfaktoren setupAm 25.08.2015 öffneten wir unsere Agentur erneut für interessierte Gäste und Kunden. Trotz Ferien- und Urlaubszeit hatten wieder zahlreiche interessierte Gäste den Weg zu unserer Agentur in Stuttgart gefunden, um die seonatives kennen zu lernen und unseren kostenlosen Fachvortrag zu verfolgen:

„Wichtige Rankingfaktoren – welche Anforderungen muss eine Website heute erfüllen?“

Holger Röckel, Senior SEO Consultant

In dem knapp über 1-stündigen Vortrag erklärte mein Kollege Holger Röckel auf was die Gäste bei Ihrer Webseite achten müssen um bei Google zu punkten. Dabei erläuterte er u.a. die Wichtigkeit einer Mobile-Optimierung und räumte mit den hartnäckigsten SEO-Mythen auf.