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SMX München – Recap

Die SMX München war auch dieses Jahr wieder gefüllt mit tollen Speakern, unterhaltsamen Keynotes sowie Sessions, vollgepackt mit SEO Know-How. Auch das Drumherum hat gestimmt – neben guter und stetiger Versorgung mit Speis und Trank war auch die sonstige Organisation sehr gut gelungen.

Nachfolgend geben wir einen Überblick über die Schwerpunkte und Trends, die auf der SMX allgegenwärtig waren.

Rand Fishkin & Wil Reynolds

Als Keynote-Speaker stachen dieses Jahr vor allem die beiden Branchen-Gurus Rand Fishkin und Wil Reynolds hervor. Beiden merkte man die Leidenschaft für Ihre Sache an. Bei beiden liefen die grundsätzlichen Aussagen letztendlich aufs gleicher hinaus:

  • SEO ist ein Teil des Ganzen, aber am wichtigsten ist es, den User / Besucher zu verstehen.
  • Was erwarten die Interessenten auf meiner Seite?
  • Wie liefere ich möglichst schnell die Informationen, die der Suchende erwartet?
  • Was erwarten die Kunden meiner Kunden (Wil Reynolds und sein Team führen hierfür sogar entsprechende Vor-Ort Recherchen durch).
  • Websites müssen einfach und übersichtlich gestaltet sein
  • Die Such-Snippets sind elementar wichtig und müssen richtig gut gestaltet sein (Titles, Meta Descriptions, Rich Snippets).

Interessant auch eine Statistik, die Rand Fishkin von Google hatte: 57 % der Leute, die Mobile suchen, klicken auf keines der angezeigten Suchergebnisse. Ergo lässt sich daraus schließen, dass die Snippets nicht ansprechend genug gestaltet sind.

Von Rand Fishkin gab es dann auch noch beruhigende, aber gleichermaßen sorgenvolle Worte, als er über das Thema „Voice Search“ sprach. „This is the one thing that could kill SEO“. Der Konsens war dann aber auch, dass es noch sehr lange dauert, bis das Thema Voice Search eine Größe erreicht hat, die den herkömmlichen Websites bzw. der herkömmlichen Suche gefährlich werden könnte.

 

John Müller – Google

Natürlich durfte auch Googles Community-Sprachrohr John Müller auf der SMX nicht fehlen. Der sympatische „Google-Onkel“ hatte wieder eine ganze Menge interessanter Infos mit dabei. Die wichtigsten Aussagen sind nachfolgend kurz zusammengefasst:

Zuerst räumte John mit ein paar SEO-Mythen auf, gab aber gleichzeitig auch nützliche Tipps:

  • Nicht alles kann indexiert werden. Google ist zwar mittlerweile sehr gut darin, Inhalte zu erkennen und verschiedene Dateiformate zu lesen, aber man sollte nicht automatisch davon ausgehen, das z. B. jede JavaScript Datei ohne Probleme erkannt wird. Google wird hier zwar immer besser, dennoch gibt es Grenzen (z. B. kann der für AMP und PWA wichtige „Service Worker“ noch nicht allzu gut mit JS umgehen).
  • Brands ranken nicht automatisch besser, aber es ist gut eine einzigartige Marke + entsprechender Domain zu haben, damit Google weiß, wer für die entsprechenden Suchbegriffe ranken soll.
  • Singular und Plural bei Keywords wird von Google teilweise unterschieden, teilweise aber auch zusammengefasst. Hier gibt es laut John keine einheitliche Vorgehensweise, da man das ja bei jeder Sprache anders machen müsste. Es gibt aber nur einen Algorithmus und keinen „deutschen Algo“ oder einen „spanischen Algo“. Daher ist es nicht so einfach für Google, hier eine klare Vorgehensweise für den Google-Bot zu programmieren.
  • Auf die Frage hin, wie Google mit Dingen wie „Infinite Scrolling“ oder „Lazy Load Images“ umgeht, sagte John, dass es auch hier immer unterschiedlich sein kann ob Google alles erkennt, je nachdem wie es technisch umgesetzt wurde. Am besten immer „Abruf wie durch Google“ in der Search Console verwenden. Damit erkennt man, wie der Google-Bot die Seiten sieht.
  • Bei der Umstellung von http auf https sollte man Google alle möglichen Signale senden, damit die neuen URLs gecrawlt und indexiert werden – XML Sitemap, 301 Redirects, interne Links und externe Links usw.
  • Auf die Frage, warum eine Seite trotz Top-Optimierung nicht gut rankt, kam folgende Info: Manchmal findet ein Teil des Google-Algorihtmus die Seite gut, z. B. bezüglich PageSpeed. Ein anderer Teil aber findet die Seite evtl. nicht gut, da sie möglicherweise einen schlechten „above the fold“ Bereich hat oder mangelhafte Inhalte. Man muss also sämtliche Faktoren beachten, um eine Chance auf Top-Positionen zu haben.

In einem weiteren Auftritt führte John Müller eine „Onsite Clinic“ durch, während dieser wir uns auch einige interessante Infos notiert haben:

  • Google kürzt URLs um unnötige Angaben wie „index.html“. So kann es z. B. zu hreflang Fehler kommen – Google indexiert die URL ohne „index.html“, in den hreflangs aber sind die URLs mit „index.html“ aufgeführt. Somit kommt es zu den üblichen „fehlende Rücklinks“ Fehlermeldungen in der Search Console. Es sollten also möglichst kurze URLs verwendet werden, Canonicals müssen richtig gesetzt sein, Verlinkungen und Weiterleitungen müssen natürlich auch richtig sein.
  • Bezüglich des Themas „Mobile“ und der anstehenden „Mobile First Index“ Umstellung sowie hinsichlich AMP empfiehlt John, auf eigenständige mobile Domains in der Form „m.beispieldomain.de“ zu verzichten. Diese würden zwar nach wie vor unterstützt, aber die Verwaltung dieser Mobile-Domain wird sehr kompliziert werden aufgrund vieler Verlinkungen / Verweise untereinander.
  • Google empfiehlt bei verschiedenen Sprachversionen der Website für jede Sprache jeweils unterschiedliche Designs zu verwenden, vor allem wenn die Texte 1 zu 1 übersetzt wurden. Hier kann es vorkommen, dass Google trotz korrekter hreflang Angaben die falsche Sprach-Version anzeigt.

Neben den oben aufgeführten Sessions waren wir natürlich noch auf vielen weiteren, interessanten Vorträgen unter anderem zum Thema internationale Website Relaunches, Google AMP & Progressive Web Apps, SEO im B2B Bereich und vieles mehr. Da die einzelnen Themen aber zu interessant und umfangreich sind, als sie einfach mit wenigen Stichpunkten abzufertigen, werden wir diese in separate, ausführliche Blogartikel verpacken.

Holger Röckel
Holger Röckel ist Head of SEO bei seonative. Er betreut verschiedene Kunden-Projekte, vor allem im Bereich der technischen OnPage-Optimierung, bei Relaunches sowie der Mobile-Optimierung. Besonders von Interesse ist für ihn der ständige Wandel im SEO-Bereich und die Entwicklung hin zu "Mobile First".

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