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SEO Rankingfaktoren 2017

Searchmetrics Studie 2016 – SEO Rankingfaktoren 2017?

Seit jeher macht Google ein großes Geheimnis aus den Faktoren, die sich positiv oder negativ auf das Ranking auswirken und die Performance einer Website beeinflussen. Umso interessanter sind die Ergebnisse aus Analysen wie der Searchmetrics Studie in Bezug auf die Rankingfaktoren. Nach wie vor spielen klassische OnPage-Faktoren eine wichtige Rolle. Aber ein paar sehr deutliche Ergebnisse scheinen einige gravierenden Änderungen zu belegen, über die ich zum Teil an anderer Stelle schon geschrieben habe.

Die Studie kann man übrigens hier herunterladen:
http://www.searchmetrics.com/de/knowledge-base/ranking-faktoren/

Backlinks

Vor  langer Zeit waren Backlinks das Nonplusultra für ein sehr gutes Ranking. Auch dieses Jahr haben die „Ansprechpartner“ von Google bestätigt, das Backlinks mindestens der zweitwichtigste Rankingfaktor sind:

Ranking without links is really, really hard. Not impossible, but very hard.
Gary Illyes, „Chief of Sunshine and Happiness“ bzw. Webmaster Trends Analyst bei Google
13.10.2016

„Links in particular are really important to Google.“
John Müller, Webmaster Trends Analyst bei Google
27.9. 2016

„Links still No#1 Ranking Factor.“
Andrey Lipattsev, Search Quality Senior Strategist bei Google
März 2016

Aber die Korrelation zwischen Backlinks und Ranking ist laut searchmetrics rückläufig. Vermutlich, weil Google immer besser darin wird, Inhalte zu deuten, und daher nicht immer Backlinks braucht.

Inhalt und Links sind wichtigster und zweitwichtigster Rankingfaktor, die genaue Reihenfolge ist von vielen Parametern unabhängig und nicht konsistent. Wir kennen Seiten, deren Inhalt ist so gut, die ranken seit Jahren ohne Linkbuilding stabil auf Top-3 Positionen.

Nahezu alltäglich sind Seiten, die trotz hervorragenden Inhaltes erst mit zunehmenden Backlinks auf die erste Seite bei Google gekommen sind. Linkaufbau ist mittlerweile schwieriger (https://www.seonative.de/linkaufbau-2016-faktoren-fuer-ein-perfektes-linkprofil/), aber für die meisten Webseitenbetreiber notwendig.

Wofür wir bei der Recherche für diesen Blogeintrag kein Beispiel finden konnten ist eine Seite, die wenig oder sehr schlechten Inhalt hat, aber dank Backlinks trotzdem sehr gut rankt.

Content und Technik

Für eine Nutzerintention nimmt hochwertiger Content eine primäre Bedeutung ein und wird sowohl von Google als auch vom Besucher einer Website höher als fehlerfreie Technik und Struktur bewertet. Die Studie fand unter anderem heraus:

  • Vermehrt ranken die am besten passende (optimierte) Unterseite anstatt die Startseite einer Domain
  • Die durchschnittliche Wortanzahl auf den untersuchten Seiten ist 2016 um 50 Prozent gestiegen.
  • Nur die Hälfte der Top20-URLs hatte 2016 noch das Keyword im Title.
  • 2016 gab es einen deutlichen Anstieg von Strukturelementen wie Listen und Bulletpoints pro Liste
  • Ein Drittel der Landingpages setzt inzwischen auf HTTPS-Verschlüsselung.

Aber sehr auffällig ist, dass die Textlänge auf den vordersten Positionen sich deutlich erhöht hat. Ein Umstand, der sich mit unseren Erfahrungen aus dem Jahr 2016 deckt. Eigentlich ist dies genauer betrachtet auch logisch; umfassende, informative und dadurch hochwertige Texte werden per se länger. Je aufschlussreicher Informationen gehalten werden, umso mehr Chancen hat man auf ein gutes Ranking.

Mobile

Vor allem Inhalte, die sowohl auf dem Smartphone wie auf einem Tablet PC fehlerfrei und klar strukturiert dargestellt werden, korrelieren mit der Rankingposition.

  • Dateigröße und Ladezeit liegen bei mobil top-gerankten URLs ein Drittel unter den Desktop-Werten.
  • Mobilfreundlichkeit ist in Zeiten eines Mobile-first Index eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Platzierungen in den mobilen Suchergebnissen.

User Signals

Ich habe die entsprechende Passage der Studie jetzt mehrfach gelesen; es wird von searchmetrics nicht erwähnt, wie man dort an die entsprechenden Daten gekommen ist. Das muss man also mit entsprechender Skepsis genießen.

  • Die Time On Site für Top10-URLs liegt bei 3 Minuten und 43 Sekunden.
  • Die Bounce Rate liegt für URLs der ersten Suchergebnisseite bei 40 Prozent.
  • Die durchschnittliche Click-Through-Rate auf den Positionen 1-3 beträgt 36 Prozent.

Viel interessanter ist die grundsätzliche Fragestellung, ob User Signals das Ranking (positiv) beeinflussen. Google hat dies durch John Müller abstreiten lassen, alle bisherigen Experimente dazu beweisen jedoch, dass zum Beispiel die CTR vom Google Suchergebnis zur Website sich positiv auf das Ranking auswerten kann. Hier hat Google viele Daten, einen Teil davon wird uns allen über die Google Search Console zur Verfügung gestellt.

Der größte Datenschatz für Benutzerverhalten ist natürlich Google Analytics. Hier kann Google genau sehen, wie lange sich die Suchenden auf der Website aufhalten, wie sie interagieren (scrollen, klicken, Formulare ausfüllen), wie die Bounce-Rate ist usw. Google Analytics ist 2005 gestartet und wird auf der Hälfte der 100 Millionen trafficstärksten Websites im Internet eingesetzt. Der Betrieb und die Weiterentwicklung des überwiegend in der kostenlosen Version eingesetzten Tools dürfte Google in den letzen 17 Jahren mehrere hundert Millionen Dollar gekostet haben, weswegen wir SEO-Experten nur müde lächeln, wenn Google behaupten lässt, dass diese Daten nicht genutzt werden. Und das sind tolle Daten. Hier geht es nicht um perfekt für den Algorithmus optimierte Inhalte und Backlinkprofile, sondern darum, wie die Suchenden das von Google gelieferte Suchergebnis für sich nutzen. Ein Feedback, die wichtigste Information zur Optimierung der Zufriedenheit der Google-Nutzer.

Weitere hervorragende Quellen für das Benutzerverhalten sind für Google der Chromebrowser (circa 33% Marktanteil in Deutschland), das mobile Betriebssystem Android (circa 81% Marktanteil in Deutschland)

Social Signals

„Die Korrelation zwischen Social Signals von Facebook, Pinterest & Co. ist ähnlich signifikant wie in den Vorjahren.“

Wie gehabt: Zwischen den Seiten auf Top-Positionen und deren Anzahl Social-Media Likes besteht eine starke Korrelation, aber keine Kausalität. Social Signals waren, sind und werden wahrscheinlich nie ein Rankingfaktor.

Matthias Anhalt
Matthias ist Senior Projektmanager bei seonative. Er steuert die SEO Projekte und berät Kunden bei neuen, komplexen Aufgabenstellungen. Als Marketing-BWLer und Digital Native seit 20 Jahren sind für ihn Onlinemarketing und SEO eine naheliegende Berufung. Matthias ist zertifiziert für Google Adwords und Google Analytics, mag Gantt-Diagramme, Pivot-Tabellen und Schokolade.

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