SEO-Campixx 2015 Recap Teil I

Am vergangenen Wochenende haben ein paar unserer SEO Manager wieder die SEO Campixx in Berlin besucht. Die Konferenz, die dieses Jahr zum sechsten Mal stattgefunden hat, wird zu den besten ihrer Art gezählt. Wir möchten mit insgesamt zwei Beiträgen (der zweite wird kommende Woche auf unserem Blog veröffentlicht) von unseren Eindrücken und den Erkenntnissen aus den vielen interessanten Vorträgen berichten.

„Mobile-Friendly“ wird Ranking-Faktor

Jetzt ist es offiziell: Ab dem 21. April werden mobil optimierte Webseiten in den Suchergebnissen bevorzugt angezeigt. Die Anpassung der Algorithmen wird sich weltweit in allen Sprachen auf die mobile Suche auswirken. Dieser Schritt war nur eine Frage der Zeit, da Google schon jahrelang die zunehmende Bedeutung von Mobile aufgrund der Änderung des Nutzerverhaltens betonte. Nun haben die Webmaster ca. 2 Monate Zeit ihre Seiten fit für Mobile zu machen.

Mehr mobilfreundliche Suchergebnisse

Ein Hinweis waren die im November 2014 eingeführten Lables „Für Mobilgeräte“ in den SERPs. Mobil freundliche Seiten werden ab sofort gekennzeichnet und wahrscheinlich auch bevorzugt geklickt.

Für Mobilgeräte optimiert

Ein zweiter Hinweis war die Einführung von „Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten“ in den Webmaster Tools. Man kann Seiten mit Fehlern in der Benutzerfreundlichkeit identifizieren. Diese können z.B. sein

  • Darstellungsbereich nicht konfiguriert
  • Kleine Schriftgröße
  • Touch-Elemente zu dicht beieinander
  • Größe des Inhalts nicht an Darstellungsbereich angepasst

Webmaster-Tools - Benutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten

Ein weiterer Hinweis war das neu eingeführte Google Mobile Friendly Testing Tool. Zu den PageSpeed Insights werden zusätzlich Informationen zur Nutzererfahrung bereitgestellt. Allerdings funktionierte der Test bei mir nicht immer, so wurde schon eine nicht optimierte Seite für gut empfunden.

Test auf Optimierung für Mobilgeräte

Wie optimiere ich meine Seite für Mobilgeräte?

Mein Kollege Holger hat in einem interessanten Artikel die 10 wichtigsten Faktoren zusammengefasst.

Auch App-Inhalte werden relevanter

Google erwähnte im Artikel weiterhin, dass auch Informationen aus Apps zukünftig als Rankingfaktor herangezogen werden. Dazu untersucht Google, welche Apps bereits auf dem Smartphone installiert sind und liefert bevorzugt Inhalte aus diesen Apps (die meist mit einer Webseiten verknüpft sind) aus. Für Entwickler und Webmaster hat Google einen Leitfaden für die App-Indexierung in der Google Suche erstellt. Somit sollte auch die Erstellung und Optimierung von Apps mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Übrigens: Seit Kurzem kann man in der Google Websuche nach Apps suchen und nach verschiedenen Kriterien filtern wie z.B. Preis oder Betriebssystem. Dazu müsst ihr in der App-Suche auf „Suchoptionen“. Für Webseiten, welche schon Apps besitzen, ein weiterer Anreiz diese auch zu optimieren.

-sport - Google- App-Suche

Ab sofort ist die mobile Optimierung also kein „Nice-to-have“ mehr sondern ein „Must-Have“. Neben Pagespeed wird jetzt auch die Usability eine große Rolle spielen, damit der Nutzer egal von wo mit welchem Gerät die beste Erfahrung hat.

Wir von seonative unterstützen Sie gerne!

Der Google Merchant Center-Produktfeed II – Google Shopping: Title, description und die Suchanfrage

In der Google Suche werden zwei Sorten von Anzeigen ausgeliefert: Zum einen normale Textanzeigen (die grundlegendste Form von Anzeigen) für alle Arten von Werbung, zum anderen die Google Shopping-Anzeigen für greifbare Produkte. Bei beiden Typen wird die Schaltung auf fundamental unterschiedliche Weise gehandhabt: Während für normale Textanzeigen die zu bedienenden Keywords vom Kampagnen-Manager selbst ausgesucht werden können (und man zielgenau bestimmen kann, für welche Suchbegriffe genau man Werbung schalten und wie hoch man dabei im einzelnen bieten möchte), gibt es solche genau festgelegten Keyword-Listen für Shopping-Anzeigen nicht. Stattdessen ist Google hierbei dazu übergegangen, eine vollständige Automatisierung vorzunehmen: Eine Suchanfrage wird vorgenommen, und der Google-Algorithmus entscheidet auf der Basis der Informationen im Produktfeed (und des Klickgebots), ob das Produkt für die Anfrage relevant ist – und das ergibt sich sehr häufig daraus, wie Titel (title) und Beschreibung (description) des Produkts verfasst sind.Auf dem Papier sieht die Handhabung der Anfragen für Shopping zwar vielversprechend aus (insbesondere dann, wenn man mehrere Tausend Produkte im Shop hat und nicht für jedes einzelne eine eigene Keywords-Liste erstellen möchte), in der Realität hat sie aber den Nachteil, dass man komplett der „Intelligenz“ des Algorithmus ausgeliefert ist, wenn es zum Matching von Suchanfragen und Shopping-Anzeigen kommt.

Relevante Produktinformationen

Dabei gilt, dass von den 20-30 Produktinformationen, die in einem Feed für jedes Produkt definiert werden müssen, verschiedene davon von gesteigerter Relevanz für die Suche sein können:

  • Titel
  • Beschreibung
  • Google Produktkategorie
  • Zustand (neu, gebraucht, erneuert)
  • Material
  • Muster
  • Farbe
  • Größe
  • Geschlecht (männlich, weiblich)
  • Alter (Erwachsene, Kinder)

Bei diesen Spezifikationen muss aber berücksichtigt werden, dass die meisten von ihnen vor allem mit einem Blick auf bestimmte Produkte entworfen worden sind: Die Informationen zu Material, Muster, Farbe, Größe, Geschlecht und Altersgruppe betreffen vorrangig Bekleidung, eingeschränkt auch Möbel, Gebrauchsgegenstände oder ähnliches. Für viele Produktgruppen sind allerdings nur ein oder zwei dieser Informationen von Belang (z.B. Zustand und evtl. Farbe/Material für technische Geräte, oder Zustand für Bücher), teilweise sogar gar keine (z.B. für Nahrungsmittel). Die Produktkategorie ist universell von Bedeutung, leidet aber daran, dass selbst die über 6000 Produkte, die in der Produkttaxonomie von Google festgelegt worden sind, bei weitem nicht ausreichen, alle möglichen Warengruppen abzubilden – oder alle möglichen Begriffe, um ein bestimmtes Produkt zu bezeichnen.

Titel und Beschreibung

Die wahrscheinlich wichtigste Produktinformation ist allerdings universell der Titel, gefolgt von der den ersten Zeilen der Produktbeschreibung, gefolgt vom Rest der Produktbeschreibung: Die Regeln, nach denen die Bedeutung von Keywords im Produktfeed festgelegt wird, ähneln also insofern durchaus den Regeln, nach denen bei der Suchmaschinenoptimierung von Webseiten die Bedeutung von Keywords in Überschriften/Fließtexten bewertet wird.

Grundsätzlich muss man bei der Nennung von Keywords im Titel vor allem zwei Dinge beachten, was die Feedoptimierung angeht: Es dürfen nur produktbezogene Fakten genannt werden (also keine Handlungsaufforderungen wie „kaufen“), und es existiert eine Obergrenze von 70 Zeichen – das heißt, man muss sorgfältig abwägen, welche Informationen man im Titel genannt sehen möchte (natürlich ist darüber hinaus aber auch zu bedenken, dass Keyword-Stuffing im Titel Benutzer abschrecken kann, die klare Angaben wünschen).

Grundsätzlich ist die Nennung der jeweiligen Produktbezeichnung im Titel allerdings nicht verkehrt, wenn es sich nicht gerade um ein äußerst generisches Produkt handelt:

Google Shoppinganzeigen

Bei spezifischen Suchanfragen sind Titel und Beschreibung nämlich selbst dann von Bedeutung, wenn alle Informationen an anderer Stelle im Feed (Produktkategorie, Farbe, Muster, Material, Altersgruppe) enthalten sind: Die Titel, die alle Keywords beinhalten, werden auf höheren Rängen geschaltet. Wenn man berücksichtigt, dass in der Shopping-Vorschau in der normalen Google-Suche nur die ersten vier bis acht Ergebnisse der Shopping-Suche gezeigt werden, kann das einem Anbieter also durchaus den notwendigen Vorsprung bei Nutzern verschaffen, die sich nur oberflächlich informieren.

Google Shoppinganzeigen

Und wenn bestimmte Suchbegriffe sonst nirgendwo niedergelegt werden können, werden Titel und Beschreibung gewissermaßen zur „Ersatz-Keywordliste“ – was insbesondere dann von Wichtigkeit ist, wenn diese Suchbegriffe überdurchschnittlich häufig für ein Produkt konvertieren.

Google Shoppinganzeigen

Fazit: Unabhängig davon, wie gut gepflegt und umfangreich ein Feed sein mag – wer auf aussagekräftige und mit Keywords angereicherte Titel/Beschreibungen verzichtet, vergibt wertvolle Positionen im Ranking. Wenn man diese Keywords nur dort unterbringen kann, sollte das auf jeden Fall getan werden, wenn man überhaupt in den Shopping-Ergebnissen gelistet werden möchte.

Mehr zum Thema Google Shopping Produktfeed.

Infografik: Google Algorithmus Updates 2011 – 2015 / 2 Poster zu gewinnen

AusGoogle Updates 2011 - 2015sehen und Algorithmus der Google-Suche haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Dem Suchmaschinen-Marktführer wurde zuletzt in der Internet Word eine zunehmende „Janusköpfigkeit“ bescheinigt. Gemeint ist, dass aus der Suchmaschine immer mehr eine Findmaschine wird, die die erwünschten Ergebnisse direkt – beispielsweise in Form eines Knowledge Graphs – anzeigt, ohne, dass die Seite der Informationsquelle aufgerufen werden muss. Dennoch bleibt Webseitenbetreibern keine andere Wahl, als sich den Regeln der Suchmaschine zu beugen, bei einem Marktanteil von 94,88 % (2014, Deutschland).

Bereits vor zwei Jahren haben wir in einem Blogartikel eine Infografik veröffentlicht, die die Entwicklung der Suchmaschine als Fahrt ins Grüne darstellt. Damals eher zweckmäßig begründet verläuft dabei die Reiseroute nicht gerade, sondern in Schlangenlinien. Bei unserer Neufassung der Grafik zeigt sich, dass die Entwicklung von Google Search in einigen Punkten nicht unbedigt geradlinig verlaufen ist…

Beispiele: Wurden die Suchergebnisse vor Juni 2014 durch Autorenbilder und –kennzeichnung bedeutend hervorgehoben, verschwand zu diesem Zeitpunkt das Autorenbild, einen Monat später auch die Kennzeichnung wieder. 2011 wurde die rechte Bildschimhälfte für Previews der ausgewählten Webseite genutzt, folgte ab Mitte 2012 der Knowledge Graph, der Suchergebnisse aus verschiedenen Quellen bereits inhaltlich aufbereitet darstellte, ohne die Informationsquelle öffnen zu müssen.

Unsere neueste Fassung der Grafik zeigt die prägnanten Entwicklungen der Google-Suche von 2011 bis zum Jahreswechsel 2015, und natürlich wird der Pfad vom Google-Zoo, bestehend aus Pandas, Pinguinen, Kolibris und Tauben gesäumt. Wir wünschen viel Spaß mit unserer Infografik.

2 mal verlosen wir unsere Infografik übrigens als Poster im A0-Format.
Um an der Verlosung teilzunehmen, einfach die folgende Frage beantworten und als Kommentar posten:

Was war für Sie persönlich die bedeutendste Änderung bei Google Search zwischen 2011 und 2015? Angabe einer korrekten E-Mail-Adresse (wird nicht angezeigt) dabei nicht vergessen, damit wir die Gewinner benachrichtigen können. Teilnahmeschluss ist der 27.02.2015.

Twitter Ads in Deutschland voll gestartet / Jetzt die neuen Möglichkeiten nutzen

Was in Deutschland bisher nur Großunternehmen auf Antrag möglich war, ist nun auch für kleine und mittelständische Betriebe möglich: Seit Februar 2015 können sie mit Twitter Ads zielgruppenorientierte Werbung schalten. Zeitgleich wurden Tools zur Anzeigengestaltung eingeführt, zum Beispiel eine Drag- and Drop-Funktion zum einfachen Zuschneiden und Einfügen von Bildern. Ein weiteres Tool dient der Erfolgsanalyse.

Blue bird

Vorteile für Unternehmen

Die Nutzung von Twitter Ads soll die Anzeigenschaltung auf der Plattform vereinfachen: Erfahrungen im Werbebereich sind laut Twitter nicht erforderlich, ein Account bei dem sozialen Netzwerk genügt. Unternehmen müssen lediglich ihr Marketing-Ziel definieren, was durch Checkboxen und Formulare vereinfacht wird. Anschließend wählt Twitter Ads das passende Werbeformat aus. Klein- und mittelständische Unternehmen sollen dadurch die Chance erhalten, ihren Bekanntheitsgrad und ihre Umsätze zu steigern. Auch für Großunternehmen bleibt die Marketing-Möglichkeit natürlich interessant.

So funktioniert Twitter Ads

Zunächst wird das Marketing-Ziel definiert. Zur Auswahl stehen
– Twitter Interaktionen (Antworten, Retweets und Favoriten)
– Conversions (Klicks auf einen Link, beispielsweise zur Unternehmenswebseite)
– App-Installationen oder -Interaktionen (Nutzung einer Unternehmens-App)
– neue Follower erhalten
– Leads (E-Mails von Interessenten sammeln)

Trifft keines der angegebenen Marketing-Ziele zu, ist die Definition eigener Kriterien möglich. Für jede Kampagne kann ein Name und eine Laufzeit vergeben werden.
In einer weiteren Eingabemaske wird die Werbebotschaft sowie gegebenenfalls eine Handlungsaufforderung definiert, außerdem kann per Drag and Drop ein Bild eingefügt und zugeschnitten werden. Mit der Eingabe beliebiger Kriterien wie Standort, Geschlecht, Schlagwörtern, Interessengebieten, dem genutzten Endgerät und anderen Kategorien wird die Zielgruppe definiert. Nachdem Angaben zum Budget getätigt wurden, ist die Kampagne startbereit.

Erfolgsanalyse

Die Werbeeinblendung erfolgt an alle Nutzer, die den angegebenen Filterkriterien entsprechen: Indem ausschließlich potenzielle Interessenten angesprochen werden, sollen die Erfolgschancen optimiert werden. Ein Analyse-Tool mit Export-Funktion wertet die einzelnen Kampagnenerfolge aus und zeigt sie grafisch aufbereitet an. Für besonders gut frequentierte Tweets steht außerdem das Tool „quick promote“ zur Verfügung, welches der unkomplizierten erneuten Veröffentlichung dient. Weniger erfolgreiche Kampagnen können anhand der Auswertung angepasst werden, um eine höhere Performance zu erhalten.
Unternehmen, die sich hinsichtlich geeigneter Filterkriterien und der Formulierung einer effektiven Werbebotschaft unsicher sind, können sich vertrauensvoll an unsere Agentur wenden, um die Marketing-Ziele zu besprechen und geeignete Kampagnen zu erstellen.