SEO – Wissen Sie schon dass …?

Canonical Tags, robots.txt, Metadaten, Sichtbarkeitsindex, 301, 302 ….Wenn man täglich mit SEO zu tun hat, dann sind diese Begriffe so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche oder die Pinguine und Pandas im Google Zirkus.

Als Agentur Mitarbeiterin stelle ich immer wieder fest, dass bestimmte Sachverhalte von Kunden sehr schwer verstanden werden.

Hier kommen die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen (Absteigend nach Häufigkeit sortiert):

Sind Rankingverbesserungen sofort nach Optimierung zu erwarten?

Diese Frage ist klar mit Nein zu beantworten. Es braucht immer eine gewisse Zeit bis Google die Seiten gecrawlt hat. Wann und welche Rankingverbesserungen eintreten ist abhängig von sehr vielen Faktoren:

  • Websitedaten (Alter, Größe, Offpagefaktoren etc.)
  • Art der Veränderung
  • Wettbewerb
  • Derzeitiges Ranking

Möchte man ein Ranking für hart umkämpfte Keywords erzielen, auf die man noch gar nicht rankt, so wird es nicht genügen ein paar Metadaten anzupassen. Die größten Rankingverbesserungen haben wir bislang mit der Erstellung von guten keyword-relevanten Inhalten erzielen können. Positive Rankingveränderungen haben sich innerhalb von 3 bis 6 Monaten eingestellt.

Muss man bei Sichtbarkeitsschwankungen gleich handeln?

Nein. Schwankungen sind absolut normal.

Eine Sichtbarkeitskurve hat immer Schwankungen:

grafik1

Sorgen muss man sich machen wenn sie so aussieht:

grafik2

Wenn eine Kurve so stark sinkt, dann sollte man durchaus einmal nachforschen. Der erste Schritt ist ein Blick in die Google Webmastertools. Eventuell kann eine Abstrafung (Manuelle Maßnahme) hierfür verantwortlich sein. Es muss aber nicht zwangsläufig eine Nachricht erscheinen.

Ein häufiger Grund für solch einen Sichtbarkeitsverlust ist nicht selten eine Änderung an der Website. Eine Veränderung an den URLs ohne die Einrichtung von Weiterleitungen kann zu vermehrten 404 Fehlern führen. Dies kann in den Webmastertools unter Crawling – Crawling Fehler eingesehen werden:

grafik3

Ausführliche Informationen über den Sichtbarkeitsindex gibt es bei sistrix.

Hier werden folgende Fragen beantwortet:

  • Welche typischen Verläufe gibt es?
  • Was kann man daraus ableiten?
  • Welche Schwankungen sind normal?
  • Wie erkennt man Ursachen von Veränderungen?
  • Woran erkennt man, ob eine Domain von einer Google Penalty bzw. einem Google Filter betroffen ist?

Warum schwankt die Sichtbarkeit wenn man an der Seite gar nichts verändert hat?

Die eigene Sichtbarkeit ist unter anderem stark abhängig von den Wettbewerbern. Gibt es hier Veränderungen, dann hat dies Auswirkungen auf die Sichtbarkeit. Aber auch Google Updates werfen die Rankings in regelmäßigen Abständen durcheinander:

Die Sichtbarkeit ist sehr gut, aber die gewünschten Erfolge stellen sich nicht ein. Warum?

Der Sichtbarkeitsindex sagt nichts über den Traffic der Website aus. Wenn die Sichtbarkeitskurve nach oben geht, aber ansonsten keine Verbesserungen (Bestellungen, Kontaktanfragen etc.) zu verzeichnen sind, dann sollte man überprüfen, für welche Keywords die Website Rankings besitzt. Handelt es sich hier um die gewünschten Keywords? Es ist nicht selten, dass eine Seite auf Keywords rankt, die das Thema nicht widerspiegelt. Wenn zum Beispiel auf der Startseite Referenzen aufgelistet sind mit Beschreibung der Unternehmen, dann kann es sein, dass die eigene Website für Keywords oder gar dem Markennamen des Unternehmens rankt (ist tatsächlich einem Kunden von uns passiert).

Bei passenden Keywords kann natürlich die Seite selbst Schuld daran sein, dass die Ziele nicht erreicht werden. Hier lohnt sich ein Blick in Analyse Tools, wie Google Analytics. Sind die Absprungraten sehr hoch, dann sollte man unbedingt die Usabillity verbessern.

Ist die Sichtbarkeit größer umso mehr Seiten meine Website hat?

Ja, aber nur wenn es auch sinnvoll ist. Das heisst, wenn die Website einfach viel zu bieten hat, aber eine künstliche „Vergrößerung“ hat wenig Sinn. Folgendes wäre absolut kontraproduktiv:

Beispiel: Website einer Online Marketing Agentur

  1. Seite: Online Marketing Agentur
  2. Seite: Online Agentur
  3. Seite: Marketing Agentur Online
  4. usw.

Für die Besucher ist solch eine Seite sehr verwirrend und für Google auch.

Es ist wichtig, dass die Seiten ganz spezifisch sind. Wenn die Suchmaschine nicht versteht welche Seite für welches Keyword optimal ist, weil dieses Keyword auf allen Seiten vertreten ist, dann existiert für Google keine „gute“ Seite. Ein Ranking gibt es dann höchstens auf den schlechten Plätzen.

Ebenfalls schlecht ist es, Seiten einzurichten für z.B. entfernt verwandte Produkte, die man selbst überhaupt nicht anbietet, denn wenn der Zurück-Button sehr häufig gedrückt wird, dann ist dies ein Zeichen für Google dass diese Website für den Suchbegriff nicht passend ist und platziert diese dann weiter unten in den Suchergebnissen.

Dieser Blogartikel kann stetig erweitert werden. Bitte Fragen einfach Mailen – Wir liefern die Antworten.

Conversion & Ranking: Die Balance muss stimmen

Zu Beginn dachte ich für diesen Beitrag eigentlich an eine Gegenüberstellung von Conversion und Ranking. Ein solcher Vergleich hätte allerdings eine falsche Wirkung gehabt, denn eines sollte jedem bewusst sein:

Erfolg im Online-Business benötigt sowohl Rankings, als auch Conversion.

Rankings sind nicht alles…

Zwar ist es schön und lobenswert, wenn gute Rankings erreicht werden, aber könnte man direkt mitverfolgen, wie viele Kauf- und/oder Vertragsabschlüsse aufgrund schlechter Conversionsoptimierung nicht zustande gekommen sind – mindestens jeder zweite würde sich mit Sicherheit die Haare raufen.

Conversion beginnt allerdings nicht erst auf der Website, sondern bereits bei den Keywords, wie ich es im letzten Beitrag über relevante Keywords näher erläutert habe. Gerade hier zeichnet sich eine interessante Entwicklung ab, was Rankings und damit auch Conversions angeht:

Viele Nischen tun sich auf, wenn man den Suchenden als Nachfrager und den Website- oder Shopbetreiber als Anbieter (Antwortenden) sieht. Klar – das war und ist eigentlich schon immer so gewesen, aber richtig bewusst ist das vielen Betreibern nicht. Viele User im Netz haben nicht nur eine Kaufabsicht, sondern auch ein Problem oder eine Frage. Für dieses Problem suchen sie eine Lösung bzw. Antwort und wer im WWW diese Lösung oder Antwort am besten gibt, hat auch in puncto Rankings etwas davon.

Conversions aber auch nicht…

Dass hier Potenzial steckt, zeigt auch das neue W-Fragen-Tool auf. Mit diesem Werkzeug lässt sich unkompliziert ermitteln, welche Fragen die User an Google stellen. Entsprechend können mithilfe dieses Tools neue Ideen für eigene Beiträge gefunden werden, um diese Fragen zu beantworten und dadurch neue Besucher durch neue Rankings in Google auf die Website zu bringen.

Da die Interessenten genau das auf der Website wiederfinden, wonach sie gesucht haben, verweilen sie auf der Zielseite. Für Google bedeutet dies, dass die Relevanz für die entsprechenden Keywords hoch ist. Was viele nicht wissen: Wenn der Zurückbutton zu häufig geklickt wird, bewertet Google die Seite für nicht relevant und setzt sie im Ranking nach unten. Das W-Fragen-Tool ist sehr empfehlenswert, da es  wie gesagt nicht auf die Quantität sondern auf qualitativ relevante Inhalte ankommt.

Die gute und berechtigte Frage dabei ist: „Und was ist mit der Conversion?“. Wenn man die Conversionsrate in Prozent als Maßstab nimmt – ja, sie wird erwartungsgemäß sinken, denn nicht jeder der nach einer Problemlösung oder einer Antwort sucht, hat automatisch auch den Willen zu kaufen.

Vielmehr sollte man bei diesem Vorgehen im Hinterkopf behalten, dass vor allem die Reputation und die Bekanntheit gesteigert wird, was langfristig gesehen ein kluger Weg ist. Mit W-Fragen-Keywords zu arbeiten ist eine gute Möglichkeit für all jene, die mit geringem Kostenaufwand Keyword-Nischen für die Gewinnung neuer Kunden und daneben auch Trafficsteigerung suchen.

WFRAGEN

Kostenloses Tool zur Ermittlung der Nutzerinteressen

Es rankt & konvertiert: Zufriedenheit

Wer langfristig denken und handeln will, sollte bei der Gestaltung und den Inhalten seiner Seite / seines Shops darauf achten, dass letzten Endes Kundenzufriedenheit entsteht. Was bei Produkten und Dienstleistungen selbstverständlich anvisiert wird (zumindest sollte man davon ausgehen), steht bezogen auf Inhalte oft sehr weit hinten an. Zu weit hinten für eine Zeit, in der Branding wichtiger aber auch aufwändiger denn je geworden ist.

 

Weitere interessante Beiträge:

>> Wie kann eine hohe Bounce Rate vermieden werden?

>> Was kostet SEO & wie Sie die richtige SEO-Agentur finden

 

Der Panda rollt

Panda isst WebsiteWie wir ja bereits vor einiger Zeit geschrieben haben, hat Google seit längerer Zeit ein neues Panda-Update angekündigt. Wie searchengineland gestern gemeldet hat, ist das Panda Update 4.2 nun am „rolling out“:

Allerdings wird dieses Update über einen längeren Zeitraum ausgerollt. Warum, wieso und weshalb weiß nur Google. Seit Matt Cutts nicht mehr mit an Bord ist, ist die Kommunikation mit der Außenwelt sowieso etwas eingeschränkter.

„Google says a Panda refresh began this weekend, but will take months to fully roll out“

Die Ergebnisse muss man abwarten. Aber da es offiziell ein sehr langsames Update ist, ist wohl erstmal nicht mit großen Veränderungen in den SERPs aufgrund des Pandas zu rechnen. Wenn Sie die Tipps aus unserem Artikel „Neues Panda Update – worauf Sie als Website-Betreiber achten sollten“ beachten, sollte Ihre Website sowieso nichts zu befürchten haben. 🙂

Das letzte Panda-Update (4.1) ist übrigens schon 10 Monate her. Für alle Website-Betreiber, die damals negativ betroffen waren und seitdem Ihre Seite OnPage- und Content-technisch aufgerüstet haben, könnte daher in den nächsten Wochen endlich die Belohnung folgen.

Die seonative-Vortragsreihe

Lieber Leser, liebe Leserin,

wenn Sie unseren Blog regelmäßig verfolgen wissen seonative-logo-fachvortragSie, dass wir unser Knowhow gerne mit unseren Kunden teilen. Darum veröffentlichen wir an dieser Stelle auch immer wieder Neuigkeiten, Tipps und Tricks aus der Welt der Suchmaschinenoptimierung und – werbung und laden zu InHouse-Veranstaltungen ein.

Auch das Vermitteln von Inhalten an unsere Kunden in individuell abgestimmten Schulungen und Workshops gehört zu unserer täglichen Arbeit. Sollten Sie hier Bedarf für sich oder Ihr Team sehen: bitte gerne und jederzeit nachfragen! Einfach eine E-Mail an uns senden, anrufen oder unser Kontaktformular nutzen. Meine Kollegin Kristina Moser oder ich, melden sich dann umgehend.

Neue Fachvorträge

Nach dem sehr positiven Feedback zu unseren Vorträgen, zuletzt im Rahmen eines SEO-Breakfast, werden wir ab August unsere Vortragsreihe um Fachvorträge erweitern. Den Anfang machen wir mit:

„Wichtige Rankingfaktoren – welche Anforderungen muss eine Website heute erfüllen?“

Holger Röckel, Senior SEO Consultant

Welche Anforderungen für Webseiten sind technisch und inhaltlich zu erfüllen? Welche Rankingfaktoren sind heute wichtig, welche werden es zukünftig sein? In dem etwa einstündigen Vortrag erklärt Ihnen mein Kollege Holger Röckel auf was Sie bei Ihrer Webseite achten müssen um bei Google zu punkten.

Der Vortrag findet am 25. August 2015 um 14:00 Uhr statt und richtet sich an professionelle Webseitenbetreiber aller Unternehmensgrößen, die mehr über die Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung erfahren möchten.

Kostenlos taugt nichts? Weit gefehlt!

Die Teilnahme ist für Sie kostenlos. Trotzdem stehen Ihnen für die Dauer der Veranstaltung nicht nur das Vertriebsteam, sondern vor allem gut geschulte und fachlich versierte Fachkräfte und Berater für Rückfragen zur Verfügung.

Vor und nach dem Vortrag bieten wir unseren Gästen eine kleine Stärkung und Erfrischungen an. Selbstverständlich bleibt genug Zeit um sich zu unterhalten und ggf. über konkrete Pläne zu sprechen. Bitte geben Sie dies bei Ihrer Anmeldung mit an, so dass wir entsprechend Zeit für Sie einplanen können.

Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 Personen limitiert, daher bitten wir Sie, sich möglichst zeitnah inkl. möglicher Begleitung anzumelden unter:  https://www.seonative.de/kontakt/.

Nutzen Sie die Gelegenheit, seonative kennen zu lernen: wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr,
Christian Benkner

PS: Hier gleich anmelden!

Einige Zahlen und Fakten zu Google Advertising

Google ist praktisch zum Synonym für Onlinesuche geworden – das gilt nirgendwo mehr als im deutschsprachigen Raum, wo die Dominanz des Platzhirsches unter den Suchmaschinen mit über 90% Anteil an den Suchanfragen noch ausgeprägter ist als anderswo. Aber Google ist nicht nur ein kostenloser Onlinedienst, um sich in den Weiten des world wide web zurechtzufinden, sondern auch ein Konzern, der diese Präsenz unter anderem dazu nutzt, die Werbeflächen innerhalb seiner Netzwerke zu verkaufen, ob es nun die Google Suche ist, das Displaynetzwerk, Videowerbung über Youtube oder andere.

 

  • Die Google Suchmaschine verarbeitete in den Jahren 2013 und 2014 jeweils über 2 Billionen Suchanfragen; über 80% aller Ergebnisseiten enthalten auch Adwords-Anzeigen, die 85% des Raums „above the fold“ einnehmen.
  • Google besitzt neben der weltweit bedeutendsten Suchmaschine auch das größte Displaynetzwerk für Onlinewerbung mit seinen Diensten (bspw. Youtube, Gmail, Blogger). Das Google Displaynetzwerk umfasst über 2 Millionen Webseiten (unter anderem Domains wie nytimes.com und weather.com) und erreicht 90% aller Internetnutzer weltweit – eine Milliarde User, an die jeden Monat eine Billion Anzeigen ausgeliefert werden. Über den Dienst Adsense bietet Google Inhabern einer Internet-Präsenz (Websites, Blogs…) die Möglichkeit an, Teil dieses Displaynetzwerkes zu werden, um dort Platz auf der eigenen Seite als Werbefläche anzubieten.
  • Über die Hälfte des 2015 weltweit ausgegebenen Geldes für Suchmaschinenwerbung wird voraussichtlich an Google gehen – das sind über 95% der Einkünfte von Google. 2014 wurde von Google ein Umsatz von 66 Milliarden Dollar erzielt.
  • Die durchschnittliche Klickrate für die Anzeigen in der ersten Position ist über 7%; und Anzeigen mit dem höchsten Rang werden ca. zehnmal so häufig angeklickt wie Anzeigen auf den seitlichen Positionen. 40% aller hochwertigen Klicks gehen an die drei Anzeigen die auf den Positionen oberhalb der Suchergebnisse ausliefert werden.
  • Ca. 90% des Traffics, der über Suchmaschinenwerbung generiert wird, wird nicht durch Klicks über die organische Suche aufgefangen, wenn man die Werbung einstellt.
  • 2014 war das teuerste Keywords im deutschsprachigen Raum mit einem signifikanten Suchvolumen (1000+ Klicks pro Monat) „outplacement“ (CPC 54,77€), gefolgt von „patenschaft“ (CPC 34,60€).

 

Fazit: Das Google Werbenetzwerk sind nicht nur acht Anzeigen, die neben der Google Suche gezeigt werden – es ist ein Netzwerk, dass jeden Tag Milliarden Anzeigen ausspielt, über Suchergebnisseiten, Einblendungen auf besuchten Websites, Werbung, die auf Youtube den ausgewählten Videos vorgeschaltet wird etc.

Für die organische Suche gilt „wen Google nicht findet, der existiert nicht“ (und von Google aus den SERPs verbannt zu werden, ist mitunter das Schlimmste, was der Außenwirkung eines Unternehmens passieren kann) – aber für die Werbung sieht es nicht unbedingt anders aus: Wer ein Geschäftsmodell hat, für das sich Adwords-Werbung anbietet, für den ist es im Grunde keine Option, auf diese zu verzichten. Denn ansonsten überlässt man damit nicht nur das Feld kampflos den Mitbewerbern, sondern verzichtet auch auf Kontakt zu Millionen von Nutzern mit potenziell großem Interesse an dem eigenen Produkt, die einen aber unter normalen Umständen gar nicht erst finden würden.

 

Quellen:

  • statista.de
  • mozcast.com
  • emarketer.com
  • wordstream.com
  • slideshare.net
  • onlinemarketingrockstars.de
  • wishpond.com
  • und Google höchstselbst