Webmaster Hangouts 2016 – Teil 1

In regelmäßigen Abständen gibt es mit John Mueller, von Google Schweiz, sogenannte Webmaster Hangouts, von manchen auch liebevoll „Sprechstunden“ genannt :). Hier können Webmaster John ihre Fragen stellen. Oftmals ergeben sich hieraus sehr interessante Infos und Learnings oder auch Hinweise auf zukünftige Updates oder sonstige Google-Vorhaben. Nachfolgend habe ich für Sie die wichtigsten Infos vom Januar 2016 zusammengestellt, geordnet nach Themen (Quelle: Transkripte auf seo-portal.de). In weiteren Artikeln folgen dann die Zusammenfassungen von Februar und März.

Canonical-Tag richtig nutzen

Das Canonical-Tag wurde eingeführt, um dem Problem des Duplicate Content Herr zu werden. Das Canonical wird verwendet, um doppelte Inhalte zu kennzeichnen und dem Suchmaschinen. Crawler mitzuteilen, welche von zwei oder mehr Versionen einer Webseite diejenige ist, die indexiert werden soll.

Das Element wird folgendermaßen im <head> der jeweiligen Seite integriert:

Google-Infos zu Panda & Penguin

In einem kürzlich durchgeführten Hangout des SEO Bruce Clay mit Googles Garry Illeys gab es neben anderen Themen verschiedene Infos und Gedanken zum „Panda““ und „Penguin“.
Die wichtigsten Infos von Google-Garry aus dem Hangout gibt es hier kurz zusammengefasst:

Zum Thema Panda:

  • Panda wird aufgrund technischer Umstellungen bei Google auch zukünftig langsamer ausgerollt (siehe hierzu auch unseren Artikel „Der Panda rollt„).
  • Panda wird nicht als Penalty betrachtet, sondern als Ranking-Update (also an sich keine Strafe für schlechten Content, sondern eine Neuordnung der Rankings bzgl. der Qualität der Inhalte).
  • Durch Panda wird versucht, die Inhalte gut zu ranken, die die Fragen / Intensionen des Users am besten beantworten.
  • Letztlich geht es also wie immer darum, möglichst guten Content bereitzustellen, der am besten dem entspricht, was der Nutzer sucht.
  • Oftmals werden Websites „überoptimiert“, d.h. versuchen zwanghaft für Keywords zu ranken, für die es keinen Sinn macht. Es sollten aber vor allem gute Inhalte bereitgestellt werden.

Zum Thema Penguin:

  • Penguin soll auf lange Sicht in Echtzeit vonstatten gehen, also eine ständige Aktualisierung anstatt einzelner Updates.
  • Das nächste Penguin-Update ist noch „weit weg“ (mind. einige Monate)
  • Nach Behebung von Penguin-bedingten Rankingverlusten sollte man „neu crawlen und indexieren“ lassen (funktioniert über die Search Console). Dann sollte man Auswirkungen sehen.
  • Wenn man schlechte Links entfernt hat und keine Änderungen / Besserungen sieht, kann das an Problemen mit der Qualität der Seiten liegen

Allgemein sagt Garry, dass Änderungen am Kern-Algorithmus grundsätzlich nicht bekannt gegeben werden, höchstens auf Nachfrage (war wohl auch beim „Phantom-Update“ so). Man solle sich vor allem auf die Richtlinien für Webmaster konzentrieren und sich nicht so viele Gedanken um die Updates machen… ja ja… 😉

Die gesamte Übersetzung des Hangouts ins deutsche von Oliver Engelbrecht findet Ihr hier.

Hier das Video des Hangouts (auf englisch):

SEO – Wissen Sie schon dass …?

Canonical Tags, robots.txt, Metadaten, Sichtbarkeitsindex, 301, 302 ….Wenn man täglich mit SEO zu tun hat, dann sind diese Begriffe so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche oder die Pinguine und Pandas im Google Zirkus.

Als Agentur Mitarbeiterin stelle ich immer wieder fest, dass bestimmte Sachverhalte von Kunden sehr schwer verstanden werden.

Hier kommen die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen (Absteigend nach Häufigkeit sortiert):

Sind Rankingverbesserungen sofort nach Optimierung zu erwarten?

Diese Frage ist klar mit Nein zu beantworten. Es braucht immer eine gewisse Zeit bis Google die Seiten gecrawlt hat. Wann und welche Rankingverbesserungen eintreten ist abhängig von sehr vielen Faktoren:

  • Websitedaten (Alter, Größe, Offpagefaktoren etc.)
  • Art der Veränderung
  • Wettbewerb
  • Derzeitiges Ranking

Möchte man ein Ranking für hart umkämpfte Keywords erzielen, auf die man noch gar nicht rankt, so wird es nicht genügen ein paar Metadaten anzupassen. Die größten Rankingverbesserungen haben wir bislang mit der Erstellung von guten keyword-relevanten Inhalten erzielen können. Positive Rankingveränderungen haben sich innerhalb von 3 bis 6 Monaten eingestellt.

Muss man bei Sichtbarkeitsschwankungen gleich handeln?

Nein. Schwankungen sind absolut normal.

Eine Sichtbarkeitskurve hat immer Schwankungen:

grafik1

Sorgen muss man sich machen wenn sie so aussieht:

grafik2

Wenn eine Kurve so stark sinkt, dann sollte man durchaus einmal nachforschen. Der erste Schritt ist ein Blick in die Google Webmastertools. Eventuell kann eine Abstrafung (Manuelle Maßnahme) hierfür verantwortlich sein. Es muss aber nicht zwangsläufig eine Nachricht erscheinen.

Ein häufiger Grund für solch einen Sichtbarkeitsverlust ist nicht selten eine Änderung an der Website. Eine Veränderung an den URLs ohne die Einrichtung von Weiterleitungen kann zu vermehrten 404 Fehlern führen. Dies kann in den Webmastertools unter Crawling – Crawling Fehler eingesehen werden:

grafik3

Ausführliche Informationen über den Sichtbarkeitsindex gibt es bei sistrix.

Hier werden folgende Fragen beantwortet:

  • Welche typischen Verläufe gibt es?
  • Was kann man daraus ableiten?
  • Welche Schwankungen sind normal?
  • Wie erkennt man Ursachen von Veränderungen?
  • Woran erkennt man, ob eine Domain von einer Google Penalty bzw. einem Google Filter betroffen ist?

Warum schwankt die Sichtbarkeit wenn man an der Seite gar nichts verändert hat?

Die eigene Sichtbarkeit ist unter anderem stark abhängig von den Wettbewerbern. Gibt es hier Veränderungen, dann hat dies Auswirkungen auf die Sichtbarkeit. Aber auch Google Updates werfen die Rankings in regelmäßigen Abständen durcheinander:

Die Sichtbarkeit ist sehr gut, aber die gewünschten Erfolge stellen sich nicht ein. Warum?

Der Sichtbarkeitsindex sagt nichts über den Traffic der Website aus. Wenn die Sichtbarkeitskurve nach oben geht, aber ansonsten keine Verbesserungen (Bestellungen, Kontaktanfragen etc.) zu verzeichnen sind, dann sollte man überprüfen, für welche Keywords die Website Rankings besitzt. Handelt es sich hier um die gewünschten Keywords? Es ist nicht selten, dass eine Seite auf Keywords rankt, die das Thema nicht widerspiegelt. Wenn zum Beispiel auf der Startseite Referenzen aufgelistet sind mit Beschreibung der Unternehmen, dann kann es sein, dass die eigene Website für Keywords oder gar dem Markennamen des Unternehmens rankt (ist tatsächlich einem Kunden von uns passiert).

Bei passenden Keywords kann natürlich die Seite selbst Schuld daran sein, dass die Ziele nicht erreicht werden. Hier lohnt sich ein Blick in Analyse Tools, wie Google Analytics. Sind die Absprungraten sehr hoch, dann sollte man unbedingt die Usabillity verbessern.

Ist die Sichtbarkeit größer umso mehr Seiten meine Website hat?

Ja, aber nur wenn es auch sinnvoll ist. Das heisst, wenn die Website einfach viel zu bieten hat, aber eine künstliche „Vergrößerung“ hat wenig Sinn. Folgendes wäre absolut kontraproduktiv:

Beispiel: Website einer Online Marketing Agentur

  1. Seite: Online Marketing Agentur
  2. Seite: Online Agentur
  3. Seite: Marketing Agentur Online
  4. usw.

Für die Besucher ist solch eine Seite sehr verwirrend und für Google auch.

Es ist wichtig, dass die Seiten ganz spezifisch sind. Wenn die Suchmaschine nicht versteht welche Seite für welches Keyword optimal ist, weil dieses Keyword auf allen Seiten vertreten ist, dann existiert für Google keine „gute“ Seite. Ein Ranking gibt es dann höchstens auf den schlechten Plätzen.

Ebenfalls schlecht ist es, Seiten einzurichten für z.B. entfernt verwandte Produkte, die man selbst überhaupt nicht anbietet, denn wenn der Zurück-Button sehr häufig gedrückt wird, dann ist dies ein Zeichen für Google dass diese Website für den Suchbegriff nicht passend ist und platziert diese dann weiter unten in den Suchergebnissen.

Dieser Blogartikel kann stetig erweitert werden. Bitte Fragen einfach Mailen – Wir liefern die Antworten.

Conversion & Ranking: Die Balance muss stimmen

Zu Beginn dachte ich für diesen Beitrag eigentlich an eine Gegenüberstellung von Conversion und Ranking. Ein solcher Vergleich hätte allerdings eine falsche Wirkung gehabt, denn eines sollte jedem bewusst sein:

Erfolg im Online-Business benötigt sowohl Rankings, als auch Conversion.

Rankings sind nicht alles…

Zwar ist es schön und lobenswert, wenn gute Rankings erreicht werden, aber könnte man direkt mitverfolgen, wie viele Kauf- und/oder Vertragsabschlüsse aufgrund schlechter Conversionsoptimierung nicht zustande gekommen sind – mindestens jeder zweite würde sich mit Sicherheit die Haare raufen.

Conversion beginnt allerdings nicht erst auf der Website, sondern bereits bei den Keywords, wie ich es im letzten Beitrag über relevante Keywords näher erläutert habe. Gerade hier zeichnet sich eine interessante Entwicklung ab, was Rankings und damit auch Conversions angeht:

Viele Nischen tun sich auf, wenn man den Suchenden als Nachfrager und den Website- oder Shopbetreiber als Anbieter (Antwortenden) sieht. Klar – das war und ist eigentlich schon immer so gewesen, aber richtig bewusst ist das vielen Betreibern nicht. Viele User im Netz haben nicht nur eine Kaufabsicht, sondern auch ein Problem oder eine Frage. Für dieses Problem suchen sie eine Lösung bzw. Antwort und wer im WWW diese Lösung oder Antwort am besten gibt, hat auch in puncto Rankings etwas davon.

Conversions aber auch nicht…

Dass hier Potenzial steckt, zeigt auch das neue W-Fragen-Tool auf. Mit diesem Werkzeug lässt sich unkompliziert ermitteln, welche Fragen die User an Google stellen. Entsprechend können mithilfe dieses Tools neue Ideen für eigene Beiträge gefunden werden, um diese Fragen zu beantworten und dadurch neue Besucher durch neue Rankings in Google auf die Website zu bringen.

Da die Interessenten genau das auf der Website wiederfinden, wonach sie gesucht haben, verweilen sie auf der Zielseite. Für Google bedeutet dies, dass die Relevanz für die entsprechenden Keywords hoch ist. Was viele nicht wissen: Wenn der Zurückbutton zu häufig geklickt wird, bewertet Google die Seite für nicht relevant und setzt sie im Ranking nach unten. Das W-Fragen-Tool ist sehr empfehlenswert, da es  wie gesagt nicht auf die Quantität sondern auf qualitativ relevante Inhalte ankommt.

Die gute und berechtigte Frage dabei ist: „Und was ist mit der Conversion?“. Wenn man die Conversionsrate in Prozent als Maßstab nimmt – ja, sie wird erwartungsgemäß sinken, denn nicht jeder der nach einer Problemlösung oder einer Antwort sucht, hat automatisch auch den Willen zu kaufen.

Vielmehr sollte man bei diesem Vorgehen im Hinterkopf behalten, dass vor allem die Reputation und die Bekanntheit gesteigert wird, was langfristig gesehen ein kluger Weg ist. Mit W-Fragen-Keywords zu arbeiten ist eine gute Möglichkeit für all jene, die mit geringem Kostenaufwand Keyword-Nischen für die Gewinnung neuer Kunden und daneben auch Trafficsteigerung suchen.

WFRAGEN

Kostenloses Tool zur Ermittlung der Nutzerinteressen

Es rankt & konvertiert: Zufriedenheit

Wer langfristig denken und handeln will, sollte bei der Gestaltung und den Inhalten seiner Seite / seines Shops darauf achten, dass letzten Endes Kundenzufriedenheit entsteht. Was bei Produkten und Dienstleistungen selbstverständlich anvisiert wird (zumindest sollte man davon ausgehen), steht bezogen auf Inhalte oft sehr weit hinten an. Zu weit hinten für eine Zeit, in der Branding wichtiger aber auch aufwändiger denn je geworden ist.

 

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