Der Google Merchant Center-Produktfeed II – Google Shopping: Title, description und die Suchanfrage

In der Google Suche werden zwei Sorten von Anzeigen ausgeliefert: Zum einen normale Textanzeigen (die grundlegendste Form von Anzeigen) für alle Arten von Werbung, zum anderen die Google Shopping-Anzeigen für greifbare Produkte. Bei beiden Typen wird die Schaltung auf fundamental unterschiedliche Weise gehandhabt: Während für normale Textanzeigen die zu bedienenden Keywords vom Kampagnen-Manager selbst ausgesucht werden können (und man zielgenau bestimmen kann, für welche Suchbegriffe genau man Werbung schalten und wie hoch man dabei im einzelnen bieten möchte), gibt es solche genau festgelegten Keyword-Listen für Shopping-Anzeigen nicht. Stattdessen ist Google hierbei dazu übergegangen, eine vollständige Automatisierung vorzunehmen: Eine Suchanfrage wird vorgenommen, und der Google-Algorithmus entscheidet auf der Basis der Informationen im Produktfeed (und des Klickgebots), ob das Produkt für die Anfrage relevant ist – und das ergibt sich sehr häufig daraus, wie Titel (title) und Beschreibung (description) des Produkts verfasst sind.Auf dem Papier sieht die Handhabung der Anfragen für Shopping zwar vielversprechend aus (insbesondere dann, wenn man mehrere Tausend Produkte im Shop hat und nicht für jedes einzelne eine eigene Keywords-Liste erstellen möchte), in der Realität hat sie aber den Nachteil, dass man komplett der „Intelligenz“ des Algorithmus ausgeliefert ist, wenn es zum Matching von Suchanfragen und Shopping-Anzeigen kommt.

Relevante Produktinformationen

Dabei gilt, dass von den 20-30 Produktinformationen, die in einem Feed für jedes Produkt definiert werden müssen, verschiedene davon von gesteigerter Relevanz für die Suche sein können:

  • Titel
  • Beschreibung
  • Google Produktkategorie
  • Zustand (neu, gebraucht, erneuert)
  • Material
  • Muster
  • Farbe
  • Größe
  • Geschlecht (männlich, weiblich)
  • Alter (Erwachsene, Kinder)

Bei diesen Spezifikationen muss aber berücksichtigt werden, dass die meisten von ihnen vor allem mit einem Blick auf bestimmte Produkte entworfen worden sind: Die Informationen zu Material, Muster, Farbe, Größe, Geschlecht und Altersgruppe betreffen vorrangig Bekleidung, eingeschränkt auch Möbel, Gebrauchsgegenstände oder ähnliches. Für viele Produktgruppen sind allerdings nur ein oder zwei dieser Informationen von Belang (z.B. Zustand und evtl. Farbe/Material für technische Geräte, oder Zustand für Bücher), teilweise sogar gar keine (z.B. für Nahrungsmittel). Die Produktkategorie ist universell von Bedeutung, leidet aber daran, dass selbst die über 6000 Produkte, die in der Produkttaxonomie von Google festgelegt worden sind, bei weitem nicht ausreichen, alle möglichen Warengruppen abzubilden – oder alle möglichen Begriffe, um ein bestimmtes Produkt zu bezeichnen.

Titel und Beschreibung

Die wahrscheinlich wichtigste Produktinformation ist allerdings universell der Titel, gefolgt von der den ersten Zeilen der Produktbeschreibung, gefolgt vom Rest der Produktbeschreibung: Die Regeln, nach denen die Bedeutung von Keywords im Produktfeed festgelegt wird, ähneln also insofern durchaus den Regeln, nach denen bei der Suchmaschinenoptimierung von Webseiten die Bedeutung von Keywords in Überschriften/Fließtexten bewertet wird.

Grundsätzlich muss man bei der Nennung von Keywords im Titel vor allem zwei Dinge beachten, was die Feedoptimierung angeht: Es dürfen nur produktbezogene Fakten genannt werden (also keine Handlungsaufforderungen wie „kaufen“), und es existiert eine Obergrenze von 70 Zeichen – das heißt, man muss sorgfältig abwägen, welche Informationen man im Titel genannt sehen möchte (natürlich ist darüber hinaus aber auch zu bedenken, dass Keyword-Stuffing im Titel Benutzer abschrecken kann, die klare Angaben wünschen).

Grundsätzlich ist die Nennung der jeweiligen Produktbezeichnung im Titel allerdings nicht verkehrt, wenn es sich nicht gerade um ein äußerst generisches Produkt handelt:

Google Shoppinganzeigen

Bei spezifischen Suchanfragen sind Titel und Beschreibung nämlich selbst dann von Bedeutung, wenn alle Informationen an anderer Stelle im Feed (Produktkategorie, Farbe, Muster, Material, Altersgruppe) enthalten sind: Die Titel, die alle Keywords beinhalten, werden auf höheren Rängen geschaltet. Wenn man berücksichtigt, dass in der Shopping-Vorschau in der normalen Google-Suche nur die ersten vier bis acht Ergebnisse der Shopping-Suche gezeigt werden, kann das einem Anbieter also durchaus den notwendigen Vorsprung bei Nutzern verschaffen, die sich nur oberflächlich informieren.

Google Shoppinganzeigen

Und wenn bestimmte Suchbegriffe sonst nirgendwo niedergelegt werden können, werden Titel und Beschreibung gewissermaßen zur „Ersatz-Keywordliste“ – was insbesondere dann von Wichtigkeit ist, wenn diese Suchbegriffe überdurchschnittlich häufig für ein Produkt konvertieren.

Google Shoppinganzeigen

Fazit: Unabhängig davon, wie gut gepflegt und umfangreich ein Feed sein mag – wer auf aussagekräftige und mit Keywords angereicherte Titel/Beschreibungen verzichtet, vergibt wertvolle Positionen im Ranking. Wenn man diese Keywords nur dort unterbringen kann, sollte das auf jeden Fall getan werden, wenn man überhaupt in den Shopping-Ergebnissen gelistet werden möchte.

Mehr zum Thema Google Shopping Produktfeed.

Infografik: Google Algorithmus Updates 2011 – 2015 / 2 Poster zu gewinnen

AusGoogle Updates 2011 - 2015sehen und Algorithmus der Google-Suche haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Dem Suchmaschinen-Marktführer wurde zuletzt in der Internet Word eine zunehmende „Janusköpfigkeit“ bescheinigt. Gemeint ist, dass aus der Suchmaschine immer mehr eine Findmaschine wird, die die erwünschten Ergebnisse direkt – beispielsweise in Form eines Knowledge Graphs – anzeigt, ohne, dass die Seite der Informationsquelle aufgerufen werden muss. Dennoch bleibt Webseitenbetreibern keine andere Wahl, als sich den Regeln der Suchmaschine zu beugen, bei einem Marktanteil von 94,88 % (2014, Deutschland).

Bereits vor zwei Jahren haben wir in einem Blogartikel eine Infografik veröffentlicht, die die Entwicklung der Suchmaschine als Fahrt ins Grüne darstellt. Damals eher zweckmäßig begründet verläuft dabei die Reiseroute nicht gerade, sondern in Schlangenlinien. Bei unserer Neufassung der Grafik zeigt sich, dass die Entwicklung von Google Search in einigen Punkten nicht unbedigt geradlinig verlaufen ist…

Beispiele: Wurden die Suchergebnisse vor Juni 2014 durch Autorenbilder und –kennzeichnung bedeutend hervorgehoben, verschwand zu diesem Zeitpunkt das Autorenbild, einen Monat später auch die Kennzeichnung wieder. 2011 wurde die rechte Bildschimhälfte für Previews der ausgewählten Webseite genutzt, folgte ab Mitte 2012 der Knowledge Graph, der Suchergebnisse aus verschiedenen Quellen bereits inhaltlich aufbereitet darstellte, ohne die Informationsquelle öffnen zu müssen.

Unsere neueste Fassung der Grafik zeigt die prägnanten Entwicklungen der Google-Suche von 2011 bis zum Jahreswechsel 2015, und natürlich wird der Pfad vom Google-Zoo, bestehend aus Pandas, Pinguinen, Kolibris und Tauben gesäumt. Wir wünschen viel Spaß mit unserer Infografik.

2 mal verlosen wir unsere Infografik übrigens als Poster im A0-Format.
Um an der Verlosung teilzunehmen, einfach die folgende Frage beantworten und als Kommentar posten:

Was war für Sie persönlich die bedeutendste Änderung bei Google Search zwischen 2011 und 2015? Angabe einer korrekten E-Mail-Adresse (wird nicht angezeigt) dabei nicht vergessen, damit wir die Gewinner benachrichtigen können. Teilnahmeschluss ist der 27.02.2015.

Twitter Ads in Deutschland voll gestartet / Jetzt die neuen Möglichkeiten nutzen

Was in Deutschland bisher nur Großunternehmen auf Antrag möglich war, ist nun auch für kleine und mittelständische Betriebe möglich: Seit Februar 2015 können sie mit Twitter Ads zielgruppenorientierte Werbung schalten. Zeitgleich wurden Tools zur Anzeigengestaltung eingeführt, zum Beispiel eine Drag- and Drop-Funktion zum einfachen Zuschneiden und Einfügen von Bildern. Ein weiteres Tool dient der Erfolgsanalyse.

Blue bird

Vorteile für Unternehmen

Die Nutzung von Twitter Ads soll die Anzeigenschaltung auf der Plattform vereinfachen: Erfahrungen im Werbebereich sind laut Twitter nicht erforderlich, ein Account bei dem sozialen Netzwerk genügt. Unternehmen müssen lediglich ihr Marketing-Ziel definieren, was durch Checkboxen und Formulare vereinfacht wird. Anschließend wählt Twitter Ads das passende Werbeformat aus. Klein- und mittelständische Unternehmen sollen dadurch die Chance erhalten, ihren Bekanntheitsgrad und ihre Umsätze zu steigern. Auch für Großunternehmen bleibt die Marketing-Möglichkeit natürlich interessant.

So funktioniert Twitter Ads

Zunächst wird das Marketing-Ziel definiert. Zur Auswahl stehen
– Twitter Interaktionen (Antworten, Retweets und Favoriten)
– Conversions (Klicks auf einen Link, beispielsweise zur Unternehmenswebseite)
– App-Installationen oder -Interaktionen (Nutzung einer Unternehmens-App)
– neue Follower erhalten
– Leads (E-Mails von Interessenten sammeln)

Trifft keines der angegebenen Marketing-Ziele zu, ist die Definition eigener Kriterien möglich. Für jede Kampagne kann ein Name und eine Laufzeit vergeben werden.
In einer weiteren Eingabemaske wird die Werbebotschaft sowie gegebenenfalls eine Handlungsaufforderung definiert, außerdem kann per Drag and Drop ein Bild eingefügt und zugeschnitten werden. Mit der Eingabe beliebiger Kriterien wie Standort, Geschlecht, Schlagwörtern, Interessengebieten, dem genutzten Endgerät und anderen Kategorien wird die Zielgruppe definiert. Nachdem Angaben zum Budget getätigt wurden, ist die Kampagne startbereit.

Erfolgsanalyse

Die Werbeeinblendung erfolgt an alle Nutzer, die den angegebenen Filterkriterien entsprechen: Indem ausschließlich potenzielle Interessenten angesprochen werden, sollen die Erfolgschancen optimiert werden. Ein Analyse-Tool mit Export-Funktion wertet die einzelnen Kampagnenerfolge aus und zeigt sie grafisch aufbereitet an. Für besonders gut frequentierte Tweets steht außerdem das Tool „quick promote“ zur Verfügung, welches der unkomplizierten erneuten Veröffentlichung dient. Weniger erfolgreiche Kampagnen können anhand der Auswertung angepasst werden, um eine höhere Performance zu erhalten.
Unternehmen, die sich hinsichtlich geeigneter Filterkriterien und der Formulierung einer effektiven Werbebotschaft unsicher sind, können sich vertrauensvoll an unsere Agentur wenden, um die Marketing-Ziele zu besprechen und geeignete Kampagnen zu erstellen.

How To: „Abruf wie durch Google“

Ein aktuelles Rankingproblem eines Kunden machte mich nach längerer Zeit wieder auf das Diagnosetool von Google aufmerksam. Mit der Funktion in den Webmaster Tools, welche unter dem Punkt „Crawling“ zu finden ist, kann man sich aufzeigen lassen, wie der Googlebot eine Seite sieht. Die Funktion „Abrufen“ gibt es schon länger, seit Mai 2014 können Seiten zusätzlich gerendert werden. Das bedeutet, man erhält ein Vorschaubild wie der Googlebot die Seite sieht und kann ggf. Unterschiede zur Sicht des Besuchers erkennen. Bei der Seite des Kunden gab es die Vermutung, dass Google nicht alle Inhalte der Seite lesen und verstehen konnte, da u.a. viel mit JavaScript gearbeitet wurde. Eine Prüfung mit „Abruf wie durch Google“ ergab folgendes Ergebnis:

2015-01-22 16_07_34-Webmaster-Tools - Abruf wie durch Google

Der Googlebot konnte nicht alle Ressourcen der Seite erreichen, dementsprechend war das Vorschaubild nur eine graue Seite. Weiter unten wird aufgelistet, welche Ressourcen aus welchen Gründen nicht abgerufen werden konnten. Und siehe da, zwei Skripte wurden von der robots.txt-Datei blockiert. Doch haben gesperrte CSS- oder JavaScript-Dateien wirklich negative Auswirkungen auf das Ranking? In einem Blogpost empfiehlt Google:

„Wir empfehlen euch daher, dafür zu sorgen, dass der Googlebot auf alle eingebetteten Ressourcen zugreifen kann, die für die sichtbaren Inhalte oder das Layout eurer Website wichtig sind. Zum einen erleichtert euch das die Verwendung von „Abruf wie durch Google“, zum anderen kann der Googlebot dann diese Inhalte finden und indexieren.“

Nach kurzem Anruf beim Kunden wurden die blockierenden Elemente aus der robots.txt-Datei entfernt. Danach war das Rendern ohne Fehler möglich. Eine Woche später hat sich das Ranking von Seite 6 auf Seite 2 wieder erholt.

Was kann man mit der Funktion „Abruf wie durch Google“ noch anstellen?

Zunächst kann man wählen, ob man die Startseite oder eine bestimmte Unterseite abrufen lässt. In der Woche stehen maximal 500 Abrufe zur Verfügung. Danach kann man den Googlebot-Typ auswählen. Hier gibt es folgende vier Browsertypen zur Auswahl:

Webmaster-Tools - Abruf wie durch Google

Danach kann die Seite abgerufen werden (schnelle Variante) oder abgerufen und gerendert werden (eingehende Prüfung). Unterhalb erscheinen die Crawling-Ergebnisse, welche beispielsweise so aussehen können:

2015-02-04 16_06_02-Webmaster-Tools - Abruf wie durch Google

Wenn die Prüfung erfolgreich war, ist der Status „Abgeschlossen“. Weitere Statuswerte:

  • Fehler: Ein Problem von Google (am besten erneut versuchen)
  • Teilweise (bei Rendern): Google konnte nicht alle Ressourcen der URL erreichen
  • Weitergeleitet: Der Server verwies Google während des Aufrufs an eine andere URL
  • Blockiert: Ihre robots.txt-Datei blockiert das Abrufen der URL durch Google

Indexierung bei Google anfordern

Eine weitere nette Funktion ist das Senden von URLs an den Google Index. Kürzlich abgerufene Seiten können durch die Schaltfläche „An den Index senden“ direkt an Google gesendet werden. Danach öffnet sich ein Popup mit zwei Möglichkeiten:

  1. „Nur diese URL crawlen“: Google crawlt erneut die Seite und schickt diese anschließend an den Index (500 Abrufe pro Woche)
  2. „Diese URL und ihre direkten Links crawlen“: Die angegebene URL und die direkt verlinkten Seiten werden erneut gecrawlt. (10 Anfragen pro Monat)

Dadurch können z.B. neu erstellte Seiten manuell und schnell an den Index gesendet werden.

Das Tool bietet zusammenfassend umfangreiche Möglichkeiten rund um das Thema „Crawling und Indexierung“ und kann nicht nur bei Rankingproblemen hilfreich sein. 😉

Wir sind umgezogen

Seit unserer Gründung 2011 war die Kreuznacher Straße 62 unser Zuhause. Doch unser SEO-Team ist ständig gewachsen, und so wurde es mit der Zeit eng. Bereits im letzten Jahr haben wir uns daher auf die Suche nach neuen Räumen gemacht und sind fündig geworden – ganz in der Nähe: Wir sind weiterhin auf dem Gelände des Einkaufs- und Bürozentrums Cannstatter Carré beheimatet, ab sofort aber direkt hinter der modernen, geschwungenen Fassade oberhalb des Haupteingangs.seonative im Cannstatter Carré

Unsere neue Adresse lautet: Daimlerstraße 73, 70372 Stuttgart und ist nur noch wenige Schritte vom Regional- und S-Bahnhof Bad Cannstatt sowie der Cannstatter Innenstadt entfernt.

Stadtplanausschnitt aufrufen

Unsere neuen Räume sind geräumig, nahezu perfekt auf unsere Teams zugeschnitten, modern ausgestattet und bieten endlich genügend Platz nicht nur für Beratungs- und Projektgespräche im kleinen Kreis, sondern auch für Seminare und Workshops, die wir in unserem großen Konferenzraum problemlos ausrichten können.

Kommen Sie uns besuchen, um mit uns Ihre Projekte und Aktivitäten zu besprechen. Vereinbaren Sie am besten gleich einen Termin.