Social Signals: Teil des Google Rankings oder reiner Mythos

Die Auswirkung von Social Signals war und ist weiterhin ein wichtiges Thema. Im Netz wird hitzig diskutiert, analysiert und fast wöchentlich werden Studien veröffentlicht, die den Einfluss auf das Google Ranking untersuchen und vermeintliche Lösungsansätze bieten. Die Fülle von Social Signals und das Teilen von Inhalten lässt schnell die Vermutung zu, dass dadurch das Ranking bei Google verbessert werden kann. Es wird von vielen Seiten behauptet, viele Likes ziehen automatisch Verlinkungen nach sich. Es scheint, dass Seiten mit einer Masse an Fans, Followern und einem großen +1 Gefolge besser ranken als andere. Die Realität sieht jedoch etwas anders aus. Es ist aber auch nicht von der Hand zu weisen, dass sich durch eine gewisse Social Media Präsenz der Erfolg einer Webseite steigern lassen kann.

Aufgrund dessen möchte ich den heutigen Blogpost dazu nutzen, um in einer kurzen Zusammenfassung zu erläutern was wirklich hinter Social Signals steckt und welche Auswirkungen und Chancen Facebook, Twitter, Google+ und Co. bieten.

Zu Beginn ein paar Zahlen, Daten und Fakten

Was sind überhaupt Social Signals? Sie sind im Grunde eine Interaktion von Usern in Form von Likes, Tweets, +1 oder Kommentaren in den verschiedenen Social Media Kanälen. Im Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung wird von Social Signals gesprochen, wenn Aktivitäten im Social Media Bereich, beispielsweise das teilen einer Webseite auf Facebook, Backlinks erzeugen.

Wie alle digitalen Bereiche unterliegt auch der Social Media Bereich einem stetigen Wandel. Dazu die wichtigsten Zahlen in aller Kürze: auch in diesem Jahr führt Facebook die Auflistung mit 1,49 Milliarden Nutzern weltweit an. Die Google Tochter YouTube folgt mit über 1 Milliarde Mitgliedern und das Nutzerwachstum steigt kontinuierlich an. Das Mikrobloggingportal Twitter konnte 2015 rund 316 Millionen aktive Nutzer verzeichnen. Die Wachstumszahlen bleiben nahezu konstant, der Dienst ist allerdings kein Massenmedium und die Mitglieder fokussieren sich auf einzelne Branchen. Ähnliche Zahlen weist das Netzwerk Google+ auf, 2015 waren es rund 300 Millionen aktive Nutzer. Allerdings wird Google+ von Google immer mehr die Aufmerksamkeit entzogen. Nachzulesen unter: https://medium.com/@klauseck/der-langsame-abschied-von-google-59201e15cabe

Was sagt Google über Social Signals und wie wirkungsvoll sind sie tatsächlich in Bezug auf Ranking und Links?

Wie eingangs erwähnt, läuft eine nie endende Diskussion im Netz inwieweit das Ranking mit Likes & Co. in Zusammenhang steht. Durch Matt Cutts, Leiter des Webspam Teams bei Google sowie Kommunikator von Neuigkeiten und Änderungen, heißt es offiziell von Google: Social Signals seien der am meisten überbewertete Faktor im SEO Bereich. Interessant wird es allerdings beim zweiten Teil der Antwort: „Langfristig wird es jedoch anders sein“. Technisch sei Google nicht in der Lage die Werte genau zu bestimmen. Zumindest noch nicht.

Aktuell sind also Social Signals noch kein offizieller Ranking Faktor. Im Sistrix Blog http://www.sistrix.de/news/wie-verbreitet-sind-social-signals/ ist hierzu eine interessante Studie veröffentlich worden, die ein klares Bild aufzeigt.

Für die Studie wurden über 1000 Domains untersucht. Dazu wurden bei den einzelne URLs verglichen, ob sie verlinkt wurden oder ob sie ein Social Signal aufweisen. Das Ergebnis war klar: auf die URLs der Domain verwiesen viel mehr Links, rund 82%. Nur 18% der URLs zeigten ein Social Signal. Wenn nun mehr Links auch ein höheres Ranking bedeuten, haben demnach Social Signals nur wenig Einfluss auf das Ranking. Links von anderen Quellen werden immer noch besser bewertet und häufiger gesetzt.

Da bekanntlich immer zwei Seiten betrachtet werden sollen, funktionieren Social Signals im News Bereich allerdings sehr gut. Auf den URLs vieler Mediaseiten sind mehr Social Signals registriert als Links. Zudem haben diese Seiten viele Backlinks und weisen gleichzeitig eine große Gefolgschaft von Social Media Usern auf. Aber bei all den Vergleichen und Studien kommt es auch immer auf die Methodik und das Ziel an.

Mehr Traffic und Reichweite durch Social Signals?

Seit einiger Zeit zeichnet sich jedoch ein neuer Trend ab. Traffic wird vermehrt über soziale Netzwerke generiert. Gerade Mediaseiten bekommen schon jetzt mehr Traffic über Social Media Kanäle als über Suchmaschinen. In den beiden folgenden Diagrammen wurden die Veränderungen des Referral-Traffics, also User die über einen Link von anderen Seiten und nicht über Suchmaschinen auf eine Webseite kommen, für Mediaseiten dargestellt.

Diagramm Refferal-Traffic

Veränderung des Refferal-Traffic auf Mediaseiten

Kamen 2014 noch lediglich 27% des Referral-Traffics über soziale Netzwerke auf Mediaseiten, erhöht sich dieser Wert 2015 erheblich. Ganze 43% des Referral-Traffics wurde über Social Media Plattformen erzeugt.

Aber nicht nur Traffic kann durch Social Signals generiert werden. Erfolgreiche Seiten mit vielen Links und Likes profitieren alle gemeinsam von einem: der Reichweite. Werden ein Blogpost oder andere Inhalte über Facebook, Twitter & Co. geteilt, ist es durchaus wahrscheinlich, dass diese auf anderen Seiten weiter diskutiert werden und die Ursprungsseite erwähnt und verlinkt wird. Ist eine Webseite bereits weiter vorne gerankt, passiert es außerdem nicht selten, dass Communities auf die Ursprungsseite verlinken, da diese „bei Google gesehen wurde und thematisch passend ist“. Social Signals sorgen also für mehr Traffic und Reichweite. Content kann viel einfacher verbreitet und neue User, oder eine andere Zielgruppe, können so leicht angesprochen werden. Daraus ergibt sich wiederum, dass mehr Links gesetzt werden und das Ranking bei Google steigt. Indirekt kann daher eine Webseite durch Social Signals Traffic gewinnen und das Ranking verbessert werden.

Ausblick:

Likes, Shares oder +1 sind oft das Ergebnis von gutem Content, der die Leserschaft interessiert. Allerdings sind Social Signals, auch wenn sie (noch) keinen offiziellen Rankingfaktor von Google bilden, grundsätzlich ein wirkungsvolles Instrument, um mehr Traffic auf der Seite zu generieren und die Reichweite zu erhöhen. Eine saubere On- und Offpage Optimierung, guter Content und Links sind also immer noch ein Garant für gutes Ranking. Falls Social Signals doch später einen Teil des Google Rankings ausmachen, ist es sicherlich bereits jetzt schon empfehlenswert, sich ein gewisses Ansehen über die Social Media Dienste zu schaffen.

Recap: Fachvortrag „Wichtige Rankingfaktoren“

fachvortrag rankingfaktoren setupAm 25.08.2015 öffneten wir unsere Agentur erneut für interessierte Gäste und Kunden. Trotz Ferien- und Urlaubszeit hatten wieder zahlreiche interessierte Gäste den Weg zu unserer Agentur in Stuttgart gefunden, um die seonatives kennen zu lernen und unseren kostenlosen Fachvortrag zu verfolgen:

„Wichtige Rankingfaktoren – welche Anforderungen muss eine Website heute erfüllen?“

Holger Röckel, Senior SEO Consultant

In dem knapp über 1-stündigen Vortrag erklärte mein Kollege Holger Röckel auf was die Gäste bei Ihrer Webseite achten müssen um bei Google zu punkten. Dabei erläuterte er u.a. die Wichtigkeit einer Mobile-Optimierung und räumte mit den hartnäckigsten SEO-Mythen auf.

Informationen zu Google Autocomplete

Google ist bekanntermaßen die meistgenutzte Suchmaschine der Welt – ca. 4 von 5 Suchanfragen auf der Erde gehen durch den Suchalgorithmus von Google (in Deutschland sogar 9 von 10), über eine Billiarde pro Jahr. Was in Google eingegeben wird, wird registriert und erfasst.

Diese Masse an Suchanfragen führt Google seit einigen Jahren mit den Funktionen Google Instant und Google Autocomplete (vorher als Google Suggest bekannt) einem produktiven Zweck zu: Wann immer man eine Anfrage startet, wird der Eintrag in Echtzeit vom Alghoritmus vervollständigt auf der Basis der Popularität bestimmter Suchanfragen (d.h. das Suchvolumen für bestimmte Begriffe), dem Standort des Nutzers, der Aktualität der Suchanfrage und der Google-Historie des individuellen Nutzers. Das lässt letztlich auch Aussagen über die Relevanz bestimmter Suchbegriffe zu. Was denken die Google-Nutzer (also fast alle Menschen mit Internetanschluss)? Was wollen sie erfahren? Was geben sie in die Suchmaske ein? Wenn man die Menge der Suchanfragen berücksichtigt, ist Google zumindest in dieser Hinsicht grundsätzlich ein guter Indikator für Fragen von allgemeinem Interesse, ob es sich nun um Trends oder dauerhaft Bedeutendes handelt.

Negativ konnotierte Suchanfragen

Hierzulande hat Google Autocomplete eine gewisse Berüchtigtkeit wegen problematischen Suchanfragen erlangt: Vor einigen Jahren ging Bettina Wulff gegen Google vor, um den Konzern zur Entfernung von Autocomplete-Vorschlägen zu bewegen, die die damalige Präsidentengattin in Verbindung mit dem ältesten Gewerbe der Welt brachten. Ähnlich gelagerte Fälle gab es auch in Frankreich, wo der Name einer Versicherung mit betrügerischen Praktiken verknüpft wurde, oder in Japan, wo der Name einer anonymen Einzelperson mit illegalen Aktivitäten einherging. Sogar eine Unterorganisation der UN richtete eine Beschwerde an Google, weil die Suchmuster der Nutzer weltweit dafür sorgten, dass frauenfeindliche Suchanfragen die Vorschläge für Suchanfragen Frauen betreffend dominierten.
Diese negativen Vorschläge sind aus mehreren Gründen nicht zu unterschätzen: Negative Optionen wecken eher das Interesse von Nutzern als neutrale oder positive, sie können das Bild des jeweiligen Subjekts der Suche schon im Vorfeld beeinflussen, ehe überhaupt auch nur eine Suchergebnisseite aufgerufen wurde, und schließlich können sie ein Bewusstsein für den Gegenstand des Vorschlags entwickeln, das vorher gar nicht vorhanden war (man danke an den erwähnten Fall Bettina Wulff). Im ungünstigsten Fall produzieren negative Suchanfragen entsprechende Autocomplete-Vorschläge, die dann wieder zu entsprechenden Suchanfragen führen und so den Teufelskreis fortführen – es sind schon Fälle bekannt worde, wo nach dem Entfernen eines negativen Vorschlags auch das Suchvolumen für diesen verschwand.

Grundsätzlich versucht Google, das Netz für Suggestionen allerdings etwas engmaschiger zu gestalten, damit zumindest die offensivsten und problematischsten Suchbegriffe nicht zu den Optionen werden.  Neben Vorschlägen gewalttätiger, hasserfüllter und nicht jugendfreier Natur werden auch solche zu Online-Piraterie entfernt sowie solche, zu denen Google rechtlich verpflichtet wurde.

Autocomplete produktiv nutzen

Nun die Frage: Wie kann man sich diese Funktion zunutze machen? Am attraktivsten wäre es natürlich, wenn der eigene Name schon nach wenigen Buchstaben als primärer Vorschlag angezeigt und auch nur mit den positivsten Adjektiven als Suggestionen ausgeliefert würde, aber das wäre wenn überhaupt nur mit umfassendster Manipulation möglich – und die ist, hier sei es nur der Vollständigkeit halber erwähnt, dunkelste Black Hat-SEO.

Bleibt also die Alternative: Wenn man die Autocomplete-Vorschläge nicht dem eigenen Content anpassen kann, passt man den eigenen Content den Vorschlägen an. Das bezieht sich jetzt nicht unbedingt auf die eigene Seite – wenn es sich bei den vorgeschlagenen Begriffen um Eintagsfliegen handelt, wäre es nicht sehr zielführend, diese zu übernehmen; wenn es sich dagegen um solche von dauerhaftem Interesse und mit großem Suchvolumen handelt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man diese bereits integriert hat (wobei es allerdings eine Überlegung wert wäre, Autocomplete als weiteres Standbein für die Früherkennung von Trends zu benutzen). Mit Adwords hat man allerdings die Möglichkeit, schnell und unkompliziert auf solche Suchanfragen-Spikes zu reagieren und von dem temporären Suchvolumen zu profitieren – und gleichzeitig weitere Kosten zu vermeiden, wenn der Trend wieder zurückgeht und mit ihm die Menge der Anfragen. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit: Was Google geblacklistet hat, macht sich schlecht als Keyword im Content (wenn das eigene Geschäftsmodell nicht gerade auf diesen basiert), aber dafür umso besser als ausschließendes Keyword in den Adwords-Kampagnen.

Aber unabhängig davon, welchen Mehrwert man genau aus Google Autocomplete zieht – es ist auf jeden Fall zu mehr Nutze als nur zur persönlichen Unterhaltung.

UPDATE 13.08.2015

Google hat am 10. August den unautorisierten Zugriff auf die Autocomplete-API abgeschaltet. Für den User hat das keine Auswirkung. Aber viele Tools, welche die Schnittstelle bisher für Ihre Zwecke genutzt haben, verlieren nun ihre Datenquelle. Scheinbar waren Google diese Tools ein Dorn im Auge. Anbieter und SEOs müssen sich mal wieder nach Alternativen umschauen.

Mobile Update beeinflusst Desktop Suchergebnisse

Mobile optimierte Websiten werden seit dem 21.4.2015 deutlich bei mobilen Suchanfragen bevorzugt. Über das Update wurde von Google schon relativ früh und ausführlich berichtet, auch gibt es bereits viele Artikel hierüber. Eine Bevorzugung mobile optimierter Seiten macht bei der mobilen Suchen natürlich auch Sinn. Allerdings wird immer betont, dass die Desktop Suche von diesem Update nicht betroffen sei.

Stimmt das wirklich oder bevorzugt Google auch bei der Desktop Suche mobile optimierte Seiten?

Verkehrt wäre es ja eigentlich nicht, wenn responsive Websiten generell bevorzugt würden. Auf diese Weise wäre die Bereitschaft mobile optimierte Websiten zu erstellen sicherlich höher und die mobile Suche würde deutlich verbessert werden. Ausserdem zeigt eine mobile optimierte Seite, dass die Usability und somit der Nutzer einen hohen Stellenwert hat.

Um der Frage auf den Grund zu gehen und unsere Neugier zu befriedigen, haben wir einmal 200 Websiten getestet. Die Ergebnisse sind aufgrund des geringen Umfangs somit nicht repräsentativ, aber dennoch interessant, deshalb möchten wir sie gerne weitergeben.

  • Es konnte eine Korrelation zwischen der Desktop und Mobile Sichtbarkeit bei 60 % der untersuchten Websiten festgestellt werden.
  • Von diesen 60%:
  • Bei 20% konnte nur eine Korrelation festgestellt werden aber keine Richtung.
  • Bei 40% konnte nicht nur eine Korrelation sondern auch eine eindeutige Richtung festgestellt werden. Ist die mobile Sichtbarkeit gestiegen bzw. gefallen ist zeitversetzt die Desktop Sichtbarkeit ebenfalls gestiegen bzw. gefallen.

 

Weitere Faktoren wie die Berücksichtigung von Domainalter und Websitegröße könnten eventuell zu weiteren Erkenntnissen führen.
SEO Tools wie Sistrix haben die Wichtigkeit erkannt und bieten auch die Möglichkeit die mobile und Desktop Sichtbarkeitskurven miteinander zu vergleichen.
Klickt man auf das Zahnrad recht oben in der Grafik, dann kann man sich die Smartphone Daten anzeigen lassen:

Smartphone Sichtbarkeitskurve

Sichtbarkeitskurve Smartphone

Sistrix Sichtbarkeitskurve

Vergleich Desktop (blau) und Mobile (rot) Sichtbarkeitskurve

Fazit: Selbst wenn diese Ergebnisse nicht repräsentativ auf die Allgemeinheit übertragbar sind, so ist es dennoch langfristig gesehen eine absolute Notwendigkeit eine Mobile-taugliche Website zu besitzen um konkurrenzfähig zu bleiben.

SEO – Wissen Sie schon dass …?

Canonical Tags, robots.txt, Metadaten, Sichtbarkeitsindex, 301, 302 ….Wenn man täglich mit SEO zu tun hat, dann sind diese Begriffe so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche oder die Pinguine und Pandas im Google Zirkus.

Als Agentur Mitarbeiterin stelle ich immer wieder fest, dass bestimmte Sachverhalte von Kunden sehr schwer verstanden werden.

Hier kommen die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen (Absteigend nach Häufigkeit sortiert):

Sind Rankingverbesserungen sofort nach Optimierung zu erwarten?

Diese Frage ist klar mit Nein zu beantworten. Es braucht immer eine gewisse Zeit bis Google die Seiten gecrawlt hat. Wann und welche Rankingverbesserungen eintreten ist abhängig von sehr vielen Faktoren:

  • Websitedaten (Alter, Größe, Offpagefaktoren etc.)
  • Art der Veränderung
  • Wettbewerb
  • Derzeitiges Ranking

Möchte man ein Ranking für hart umkämpfte Keywords erzielen, auf die man noch gar nicht rankt, so wird es nicht genügen ein paar Metadaten anzupassen. Die größten Rankingverbesserungen haben wir bislang mit der Erstellung von guten keyword-relevanten Inhalten erzielen können. Positive Rankingveränderungen haben sich innerhalb von 3 bis 6 Monaten eingestellt.

Muss man bei Sichtbarkeitsschwankungen gleich handeln?

Nein. Schwankungen sind absolut normal.

Eine Sichtbarkeitskurve hat immer Schwankungen:

grafik1

Sorgen muss man sich machen wenn sie so aussieht:

grafik2

Wenn eine Kurve so stark sinkt, dann sollte man durchaus einmal nachforschen. Der erste Schritt ist ein Blick in die Google Webmastertools. Eventuell kann eine Abstrafung (Manuelle Maßnahme) hierfür verantwortlich sein. Es muss aber nicht zwangsläufig eine Nachricht erscheinen.

Ein häufiger Grund für solch einen Sichtbarkeitsverlust ist nicht selten eine Änderung an der Website. Eine Veränderung an den URLs ohne die Einrichtung von Weiterleitungen kann zu vermehrten 404 Fehlern führen. Dies kann in den Webmastertools unter Crawling – Crawling Fehler eingesehen werden:

grafik3

Ausführliche Informationen über den Sichtbarkeitsindex gibt es bei sistrix.

Hier werden folgende Fragen beantwortet:

  • Welche typischen Verläufe gibt es?
  • Was kann man daraus ableiten?
  • Welche Schwankungen sind normal?
  • Wie erkennt man Ursachen von Veränderungen?
  • Woran erkennt man, ob eine Domain von einer Google Penalty bzw. einem Google Filter betroffen ist?

Warum schwankt die Sichtbarkeit wenn man an der Seite gar nichts verändert hat?

Die eigene Sichtbarkeit ist unter anderem stark abhängig von den Wettbewerbern. Gibt es hier Veränderungen, dann hat dies Auswirkungen auf die Sichtbarkeit. Aber auch Google Updates werfen die Rankings in regelmäßigen Abständen durcheinander:

Die Sichtbarkeit ist sehr gut, aber die gewünschten Erfolge stellen sich nicht ein. Warum?

Der Sichtbarkeitsindex sagt nichts über den Traffic der Website aus. Wenn die Sichtbarkeitskurve nach oben geht, aber ansonsten keine Verbesserungen (Bestellungen, Kontaktanfragen etc.) zu verzeichnen sind, dann sollte man überprüfen, für welche Keywords die Website Rankings besitzt. Handelt es sich hier um die gewünschten Keywords? Es ist nicht selten, dass eine Seite auf Keywords rankt, die das Thema nicht widerspiegelt. Wenn zum Beispiel auf der Startseite Referenzen aufgelistet sind mit Beschreibung der Unternehmen, dann kann es sein, dass die eigene Website für Keywords oder gar dem Markennamen des Unternehmens rankt (ist tatsächlich einem Kunden von uns passiert).

Bei passenden Keywords kann natürlich die Seite selbst Schuld daran sein, dass die Ziele nicht erreicht werden. Hier lohnt sich ein Blick in Analyse Tools, wie Google Analytics. Sind die Absprungraten sehr hoch, dann sollte man unbedingt die Usabillity verbessern.

Ist die Sichtbarkeit größer umso mehr Seiten meine Website hat?

Ja, aber nur wenn es auch sinnvoll ist. Das heisst, wenn die Website einfach viel zu bieten hat, aber eine künstliche „Vergrößerung“ hat wenig Sinn. Folgendes wäre absolut kontraproduktiv:

Beispiel: Website einer Online Marketing Agentur

  1. Seite: Online Marketing Agentur
  2. Seite: Online Agentur
  3. Seite: Marketing Agentur Online
  4. usw.

Für die Besucher ist solch eine Seite sehr verwirrend und für Google auch.

Es ist wichtig, dass die Seiten ganz spezifisch sind. Wenn die Suchmaschine nicht versteht welche Seite für welches Keyword optimal ist, weil dieses Keyword auf allen Seiten vertreten ist, dann existiert für Google keine „gute“ Seite. Ein Ranking gibt es dann höchstens auf den schlechten Plätzen.

Ebenfalls schlecht ist es, Seiten einzurichten für z.B. entfernt verwandte Produkte, die man selbst überhaupt nicht anbietet, denn wenn der Zurück-Button sehr häufig gedrückt wird, dann ist dies ein Zeichen für Google dass diese Website für den Suchbegriff nicht passend ist und platziert diese dann weiter unten in den Suchergebnissen.

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