Seonative auf der dmexco 2015 – Brückenbauer in der Digitalen Welt

Köln ist immer eine Reise wert und etablierte sich in den letzten Jahren immer mehr zur Pilgerstätte der Digitaljünger. Der Ansturm auf die dmexco war dieses Jahr dementsprechend gigantisch: Über 43.000 Fachbesucher, davon jeder dritte aus dem Ausland, hatten den Weg in die Kölner Messe gefunden.

dmexco_seonative03Auch seonative war, zusammen mit seinem Partner SeedingUp, wieder mit einem Stand vertreten.  Zwar hatten wir dieses Jahr das Standpersonal nochmals ordentlich aufgestockt, allerdings gab es trotzdem kaum Zeit zum Verschnaufen!

Neue Brücken, neue Wege – aufeinander zu zugehen

Das Motto der diesjährigen dmexco war „Bridging Worlds“. Der Fokus dabei lag auf der Verbindung der analogen und der digitalen Welt, um die unterschiedlichen Geschäftsmodelle und Herangehensweisen in Einklang zu bringen. Gleichzeitig wurden auch Verbindungen zwischen Agenturen, Technologieanbietern und Unternehmen aufgebaut.

Seonative ist hier maßgeblich beteiligt. Wer in Suchmaschinenoptimierung- und marketing in althergebrachten Kategorien denkt, baut auf Sand. Es ist für jedes Unternehmen heute und auf absehbare Zeit unabdingbar wichtig, auch das mobile Internet und die sozialen Netzwerke zu bedienen und in den Marketingmix einzubeziehen. Gleichzeitig werden traditionelle Medien- und Verlagshäuser mit Ihren Onlineportalen eine immer wichtigere Ergänzung im Mix einer Contentmarketing-Strategie.

Hier arbeiten wir längst mit Partneragenturen eng zusammen und betreuen Kunden weltweit.

Big Data – die richtigen Daten zur richtigen Zeit

Auch Big Data war erwartungsgemäß erneut ein großes Thema auf der dmexco.dmexco_seonative02 Wie lassen sich die Daten aus der Vielzahl an verschiedenen Kontaktpunkten für ein Unternehmen nutzen, um die Kommunikation mit dem Kunden effektiv zu steuern?  Ein Beispiel von vielen dafür ist die TV-Werbung: Ein Werbespot sorgt für signifikant höhere Suchanfragen, sofern er geschickt platziert wurde und auf die richtigen Suchbegriffe hinwirkt. Hier verzahnt sich die klassische Werbung erneut mit der digitalen Welt: Die AdWords-Kampagne sollte entsprechend vorbereitet und die Landingpage mobile optimiert sein, denn die User surfen auf dem Second Screen meist vom Smartphone oder Tablet.

Das Konsumentenverhalten ändert sich und es braucht mehr als nur klassisches SEO um erfolgreich zu sein/werden/bleiben– hier bleiben wir mit Ihnen zusammen am Ball!

Content Marketing – von Blogs, Videos und Infografiken

Nicht ganz unerwartet und zum dritten Mal in Folge war das Thema Content Marketing sehr wichtig für die Besucher de dmexco und wurde bei fast allen unseren Gesprächen thematisiert. Sicherlich: gute Inhalte für die eigene Seite sind das wichtige A&O und absolute Pflicht. Die Kür ist es, gute und einmalige Inhalte auch in den angesagten Blogs und Social-Media Kanälen zu streuen um so die gewünschten Zielgruppen zu erreichen.

Hier schöpfen wir aus dem Vollen: mit unserem Technologiepartner und Schwesterunternehmen SeedingUp steht uns ein Marktplatz zur Verfügung der alles bietet, was das seonative auf der dmexcoOnlinbemarketingherz begehrt: Contenterstellung, Advertorials, Videoseeding, Blogmarketing, Digital News und Social Seeding. Für Kunden von seonative ist dies selbstverständlich im Full Service ohne dass Sie sich selbst im Marktplatz bedienen müssen.

Mit Blogvertising steht uns ein weiteres mächtiges Werkzeug zur Verfügung um Ihr Unternehmen zu promoten: authentische Blogger schreiben über Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt. Auch Produkttests sind möglich. Das teils exklusive Bloggerportfolio ist in dieser Form nicht über andere Wege auf dem Markt zu finden. Für jede Kampagne werden weitere, spezialisierte Blogger akquiriert.
Selbstverständlich kombinieren wir Blogvertising auf Wunsch und wo passend mit den Produkten aus SeedingUp. Auch hier im Full Service mit nur einem kompetenten Ansprechpartner für Sie.

Let’s get the Party started!

Am Abend nach dem ersten Messetag feierte das Messeteam von seonative dann zusammen mit Kunden und Geschäftspartnern auf der inoffiziellen Messeparty des OMClubs.

Danke an alle Besucher für die vielen interessanten Gespräche! Wir freuen uns schon jetzt auf die dmexco 2016, die am 14. und 15. September stattfinden wird. Wer hierfür noch gute Vorsätze benötigt, wird hier fündig: 10 Dinge die wir zur nächsten dmexco nicht mehr machen sollten!

Herzliche Grüße, auch im Namen aller Kollegen!

Ihr,

Christian Benkner

PS: Wer zu Contenmarketing mehr erfahren möchte: wir planen dazu am 28.10.2015 eine Infoveranstaltung bei uns im Haus. Save the date!

Google-Infos zu Panda & Penguin

In einem kürzlich durchgeführten Hangout des SEO Bruce Clay mit Googles Garry Illeys gab es neben anderen Themen verschiedene Infos und Gedanken zum „Panda““ und „Penguin“.
Die wichtigsten Infos von Google-Garry aus dem Hangout gibt es hier kurz zusammengefasst:

Zum Thema Panda:

  • Panda wird aufgrund technischer Umstellungen bei Google auch zukünftig langsamer ausgerollt (siehe hierzu auch unseren Artikel „Der Panda rollt„).
  • Panda wird nicht als Penalty betrachtet, sondern als Ranking-Update (also an sich keine Strafe für schlechten Content, sondern eine Neuordnung der Rankings bzgl. der Qualität der Inhalte).
  • Durch Panda wird versucht, die Inhalte gut zu ranken, die die Fragen / Intensionen des Users am besten beantworten.
  • Letztlich geht es also wie immer darum, möglichst guten Content bereitzustellen, der am besten dem entspricht, was der Nutzer sucht.
  • Oftmals werden Websites „überoptimiert“, d.h. versuchen zwanghaft für Keywords zu ranken, für die es keinen Sinn macht. Es sollten aber vor allem gute Inhalte bereitgestellt werden.

Zum Thema Penguin:

  • Penguin soll auf lange Sicht in Echtzeit vonstatten gehen, also eine ständige Aktualisierung anstatt einzelner Updates.
  • Das nächste Penguin-Update ist noch „weit weg“ (mind. einige Monate)
  • Nach Behebung von Penguin-bedingten Rankingverlusten sollte man „neu crawlen und indexieren“ lassen (funktioniert über die Search Console). Dann sollte man Auswirkungen sehen.
  • Wenn man schlechte Links entfernt hat und keine Änderungen / Besserungen sieht, kann das an Problemen mit der Qualität der Seiten liegen

Allgemein sagt Garry, dass Änderungen am Kern-Algorithmus grundsätzlich nicht bekannt gegeben werden, höchstens auf Nachfrage (war wohl auch beim „Phantom-Update“ so). Man solle sich vor allem auf die Richtlinien für Webmaster konzentrieren und sich nicht so viele Gedanken um die Updates machen… ja ja… 😉

Die gesamte Übersetzung des Hangouts ins deutsche von Oliver Engelbrecht findet Ihr hier.

Hier das Video des Hangouts (auf englisch):

Aus alt mach neu

Liebe Leser,

seit dieser Woche erstrahlt unsere Website in neuem Glanz: mit frischem Design, einer neuen, klaren, benutzerfreundlichen Navigation und noch besseren Inhalten haben wir unseren Internetauftritt für Sie überarbeitet.

Lernen Sie unser Team und seine Dienstleistungen noch besser kennen. Wir sind stolz darauf, Ihnen unsere neue seonative Website präsentieren zu dürfen!

Neue Webseite

Der neue Berichtseditor von Google

Für alle SEM-Manager und AdWords-Nutzer, die sich bisher bei der Berichterstellung für AdWords auf Excel-Tabellen und 3rd Party-Tools verlassen haben: Seit August gibt es eine neue Funktion im Dashboard, die die Erstellung von Reports direkt ermöglicht: den Berichtseditor.

Der Editor bietet insgesamt 82 verschiedene Variablen für die Erstellung von Berichten. Zu den spezifische Variablen gehören u.a. Detailebene, Ausrichtung, der räumlichen und zeitlichen Dimension und zu den absoluten sowie relativen Messgrößen gehören u.a. Leistungs-, Conversion-, Attributions- und den aus Analytics importierten Daten sowie den Wettbewerbswerten. Diese kann man separat oder in Kombination miteinander betrachten, um die Performance-Entwicklung des Kontos (oder von Teilen davon) nachvollziehen zu können; die mittels einer Tabelle oder eines (Balken-, Torten-, Linien-) Diagramms dargestellt werden können.

1. Balken- und Tortendiagramm

Sowohl das Balken- als auch das Tortendiagramm sind generische Diagramme, die bei vielen Tools beinhaltet sind. Diese können mit Excel-Einsteigerkenntnissen erstellt werden. Das Balkendiagramm ermöglicht die parallele Betrachtung bis zu dreier Variablen, von denen zwei Messgrößen sein müssen (z.B. eine Übersicht der Klicks und Conversions nach Kampagnen aufgeschlüsselt). Das Tortendiagramm ermöglicht die Betrachtung zweier Variablen, von denen eine eine absolute Messgröße sein muss (z.B. eine Übersicht der Verteilung der Klicks nach Kampagnen aufgeschlüsselt, allerdings keine Übersicht von CTRs nach Kampagnen aufgeschlüsselt).
Der Vorteil des Berichteditors gegenüber 3rd Party-Tools zur Diagrammerstellung liegt darin, dass mehrere verschiedene Größen zur Auswahl stehen und keine beschränkte Anzahl von Kombinationen vorgegeben wird, sondern diese innerhalb der Einschränkungen des Editors frei wählbar sind.

2. Liniendiagramm

Das Liniendiagramm ist der Grafik in der normalen Kampagnen/Anzeigengruppen/Keyword-Übersicht sehr ähnlich und zeigt ebenso wie diese die Entwicklung der betrachteten Größen im ausgewählten Zeitraum an.

Allerdings hat das Liniendiagramm im Berichteditor mehrere Vorteile:

– das Diagramm ist deutlich größer und erlaubt dadurch eine bessere visuelle Darstellung
– das Diagramm erlaubt die Messung von deutlich mehr Größen. Die Grafik in der normalen Kampagnen-Übersicht ist – zusätzlich zu den verschiedenen Detailebenen (Kampagnen, Anzeigengruppen etc.) – auf 30 verschiedene Größen beschränkt. Das Liniendiagramm ist zusätzlich zu den Detailebenen auf 66 Größen beschränkt (darunter auch solche wie der Standort oder die Keywords).
– das Diagramm erlaubt bei der horizontalen Betrachtung bis zu 16 verschiedene Ausprägungen desselben Größen-Typs (wobei man die Option hat, nach verschiedenen Kriterien zu filtern), während die Grafik in der normalen Kampagnen-Übersicht immer nur eine Größe erlaubt. So kann man z.B. die Entwicklung der Klickzahlen von verschiedenen Anzeigengruppen auf einmal betrachten, anstatt sich jede Anzeigengruppe einzeln ansehen zu müssen.
liniendiagramm

Parallele Betrachtung der Entwicklung 16 verschiedener Anzeigengruppen über einen bestimmten Beobachtungszeitraum.

3. Tabelle

Die Tabellenübersicht ist dadurch gekennzeichnet, dass sie längst nicht so begrenzt ist wie die Diagrammberichte und man hier mehr als nur drei Messgrößen (und diese auch in nahezu beliebiger Kombination) gleichzeitig betrachten kann. Während sie in vielerlei Hinsicht zumindest visuell von der Standard-Kontenübersicht kaum zu unterscheiden ist (wenn man davon absieht, dass es keine obligatorischen Größen gibt, die eingeblendet werden müssen), hat sie einen unschätzbaren Vorteil: Sie greift auch die im Reiter „Dimensionen“ verfügbaren Daten auf. Das alleine rechtfertigt schon die Nutzung des Berichtseditors, unabhängig von allen anderen Möglichkeiten.
Ein großer Vorteil der Tabellenübersicht liegt darin, dass man mit dem Editor auch jene Datensätze erfassen kann, die in der „Dimensionen“-Übersicht bestimmten Restriktionen unterliegen und eine detailliertere Auswertung bisher gar nicht oder zumindest nicht direkt erlaubten:

– aus Google Analytics importierte Daten waren im Reiter „Dimensionen“ nicht anwählbar; diese Einschränkung gilt für den Berichtseditor weitgehend nicht. Dies bedeutet, dass man z.B. die durchschnittliche Verweildauer für einzelne Regionen oder die verschiedenen Wochentage überprüfen kann.
– es ist möglich, räumliche und zeitliche Auswertungen zu kreuzen. Man kann z.B. einsehen, wie die Performance in den verschiedenen Regionen von Wochentag zu Wochentag variiert. Vorher musste man sich entscheiden: Entweder man konnte die Performance nach Region *oder* nach Zeit überprüfen, aber nicht beide in Beziehung zueinander setzen.
– dasselbe gilt nun auch für die verschiedenen zeitlichen Dimensionen, die man vorher auch nur voneinander losgelöst betrachten konnte. Es ist nun also z.B. möglich einzusehen, wie das Konto in einem Zeitraum an den verschiedenen Wochentagen zu verschiedenen Tageszeiten performt.

dimensionen

Beispiel für die Beschränkung des Reiters „Dimensionen“: Die gleichzeitige Auswahl verschiedener Zeiteinheiten ist nicht möglich – mit dem Berichteditor gehört das Problem erfreulicherweise der Vergangenheit an.

Bestimmte Kombinationen sind zwar nach wie vor nicht möglich. So kann man z.B. genaue Suchbegriffe nicht nach Standorten aufschlüsseln lassen, ebenswo wie bei einer Vielzahl von Größen nicht erfasst wird, zu welchen Tageszeiten sie passiert sind.

Fazit: Die meisten Funktionen bieten zumindest einen kleinen Mehrwert im Vergleich zu anderen Tools der Berichterstellung. Die eigentliche Stärke des neuen Berichtseditors liegt aber darin, dass man ihn gewissermaßen als Erweiterung der Kampagnenübersicht betrachten und weitaus detailliertere Daten erheben kann, als einem dort zur Verfügung stehen.

Social Signals: Teil des Google Rankings oder reiner Mythos

Die Auswirkung von Social Signals war und ist weiterhin ein wichtiges Thema. Im Netz wird hitzig diskutiert, analysiert und fast wöchentlich werden Studien veröffentlicht, die den Einfluss auf das Google Ranking untersuchen und vermeintliche Lösungsansätze bieten. Die Fülle von Social Signals und das Teilen von Inhalten lässt schnell die Vermutung zu, dass dadurch das Ranking bei Google verbessert werden kann. Es wird von vielen Seiten behauptet, viele Likes ziehen automatisch Verlinkungen nach sich. Es scheint, dass Seiten mit einer Masse an Fans, Followern und einem großen +1 Gefolge besser ranken als andere. Die Realität sieht jedoch etwas anders aus. Es ist aber auch nicht von der Hand zu weisen, dass sich durch eine gewisse Social Media Präsenz der Erfolg einer Webseite steigern lassen kann.

Aufgrund dessen möchte ich den heutigen Blogpost dazu nutzen, um in einer kurzen Zusammenfassung zu erläutern was wirklich hinter Social Signals steckt und welche Auswirkungen und Chancen Facebook, Twitter, Google+ und Co. bieten.

Zu Beginn ein paar Zahlen, Daten und Fakten

Was sind überhaupt Social Signals? Sie sind im Grunde eine Interaktion von Usern in Form von Likes, Tweets, +1 oder Kommentaren in den verschiedenen Social Media Kanälen. Im Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung wird von Social Signals gesprochen, wenn Aktivitäten im Social Media Bereich, beispielsweise das teilen einer Webseite auf Facebook, Backlinks erzeugen.

Wie alle digitalen Bereiche unterliegt auch der Social Media Bereich einem stetigen Wandel. Dazu die wichtigsten Zahlen in aller Kürze: auch in diesem Jahr führt Facebook die Auflistung mit 1,49 Milliarden Nutzern weltweit an. Die Google Tochter YouTube folgt mit über 1 Milliarde Mitgliedern und das Nutzerwachstum steigt kontinuierlich an. Das Mikrobloggingportal Twitter konnte 2015 rund 316 Millionen aktive Nutzer verzeichnen. Die Wachstumszahlen bleiben nahezu konstant, der Dienst ist allerdings kein Massenmedium und die Mitglieder fokussieren sich auf einzelne Branchen. Ähnliche Zahlen weist das Netzwerk Google+ auf, 2015 waren es rund 300 Millionen aktive Nutzer. Allerdings wird Google+ von Google immer mehr die Aufmerksamkeit entzogen. Nachzulesen unter: https://medium.com/@klauseck/der-langsame-abschied-von-google-59201e15cabe

Was sagt Google über Social Signals und wie wirkungsvoll sind sie tatsächlich in Bezug auf Ranking und Links?

Wie eingangs erwähnt, läuft eine nie endende Diskussion im Netz inwieweit das Ranking mit Likes & Co. in Zusammenhang steht. Durch Matt Cutts, Leiter des Webspam Teams bei Google sowie Kommunikator von Neuigkeiten und Änderungen, heißt es offiziell von Google: Social Signals seien der am meisten überbewertete Faktor im SEO Bereich. Interessant wird es allerdings beim zweiten Teil der Antwort: „Langfristig wird es jedoch anders sein“. Technisch sei Google nicht in der Lage die Werte genau zu bestimmen. Zumindest noch nicht.

Aktuell sind also Social Signals noch kein offizieller Ranking Faktor. Im Sistrix Blog http://www.sistrix.de/news/wie-verbreitet-sind-social-signals/ ist hierzu eine interessante Studie veröffentlich worden, die ein klares Bild aufzeigt.

Für die Studie wurden über 1000 Domains untersucht. Dazu wurden bei den einzelne URLs verglichen, ob sie verlinkt wurden oder ob sie ein Social Signal aufweisen. Das Ergebnis war klar: auf die URLs der Domain verwiesen viel mehr Links, rund 82%. Nur 18% der URLs zeigten ein Social Signal. Wenn nun mehr Links auch ein höheres Ranking bedeuten, haben demnach Social Signals nur wenig Einfluss auf das Ranking. Links von anderen Quellen werden immer noch besser bewertet und häufiger gesetzt.

Da bekanntlich immer zwei Seiten betrachtet werden sollen, funktionieren Social Signals im News Bereich allerdings sehr gut. Auf den URLs vieler Mediaseiten sind mehr Social Signals registriert als Links. Zudem haben diese Seiten viele Backlinks und weisen gleichzeitig eine große Gefolgschaft von Social Media Usern auf. Aber bei all den Vergleichen und Studien kommt es auch immer auf die Methodik und das Ziel an.

Mehr Traffic und Reichweite durch Social Signals?

Seit einiger Zeit zeichnet sich jedoch ein neuer Trend ab. Traffic wird vermehrt über soziale Netzwerke generiert. Gerade Mediaseiten bekommen schon jetzt mehr Traffic über Social Media Kanäle als über Suchmaschinen. In den beiden folgenden Diagrammen wurden die Veränderungen des Referral-Traffics, also User die über einen Link von anderen Seiten und nicht über Suchmaschinen auf eine Webseite kommen, für Mediaseiten dargestellt.

Diagramm Refferal-Traffic

Veränderung des Refferal-Traffic auf Mediaseiten

Kamen 2014 noch lediglich 27% des Referral-Traffics über soziale Netzwerke auf Mediaseiten, erhöht sich dieser Wert 2015 erheblich. Ganze 43% des Referral-Traffics wurde über Social Media Plattformen erzeugt.

Aber nicht nur Traffic kann durch Social Signals generiert werden. Erfolgreiche Seiten mit vielen Links und Likes profitieren alle gemeinsam von einem: der Reichweite. Werden ein Blogpost oder andere Inhalte über Facebook, Twitter & Co. geteilt, ist es durchaus wahrscheinlich, dass diese auf anderen Seiten weiter diskutiert werden und die Ursprungsseite erwähnt und verlinkt wird. Ist eine Webseite bereits weiter vorne gerankt, passiert es außerdem nicht selten, dass Communities auf die Ursprungsseite verlinken, da diese „bei Google gesehen wurde und thematisch passend ist“. Social Signals sorgen also für mehr Traffic und Reichweite. Content kann viel einfacher verbreitet und neue User, oder eine andere Zielgruppe, können so leicht angesprochen werden. Daraus ergibt sich wiederum, dass mehr Links gesetzt werden und das Ranking bei Google steigt. Indirekt kann daher eine Webseite durch Social Signals Traffic gewinnen und das Ranking verbessert werden.

Ausblick:

Likes, Shares oder +1 sind oft das Ergebnis von gutem Content, der die Leserschaft interessiert. Allerdings sind Social Signals, auch wenn sie (noch) keinen offiziellen Rankingfaktor von Google bilden, grundsätzlich ein wirkungsvolles Instrument, um mehr Traffic auf der Seite zu generieren und die Reichweite zu erhöhen. Eine saubere On- und Offpage Optimierung, guter Content und Links sind also immer noch ein Garant für gutes Ranking. Falls Social Signals doch später einen Teil des Google Rankings ausmachen, ist es sicherlich bereits jetzt schon empfehlenswert, sich ein gewisses Ansehen über die Social Media Dienste zu schaffen.