Tipps und Tricks zur Webshop-Optimierung – Teil 2

Letzte Woche haben wir euch einen breiten Überblick darüber gegeben, welche technischen Faktoren ihr bei der Optimierung eures Online-Shops beachten müsst. Daran möchten wir jetzt anknüpfen und euch konkrete Hinweise geben, wie ihr auch

1. Content und

2. Usability

eures Shops verbessern könnt. Diese sind nämlich mindestens genauso wichtig wie die korrekte Handhabung der technischen Elemente eurer Webseite.

1. Content

Man kann es gar nicht oft genug sagen, deshalb sage ich jetzt noch einmal: Content is King! Deshalb packen die erfolgreichsten Webshop-Betreiber immer die wichtigsten Infos auf ihre Haupt- und Unterseiten und bereiten diese optisch auf. Ihr solltet also immer darauf achten, die Unternehmensbeschreibung und alle eure Produktangebote mit ausreichend Information zu füllen. Das nützt dem User und Suchmaschinen werden bestens erkennen, worum es sich in eurem Shop handelt. Belohnt werdet ihr mit besserem Ranking, höheren Nutzerzahlen, mehr Käufern und natürlich größerem Gewinn.

Bei Texten sollte man grundsätzlich folgende Punkte berücksichtigen um ein gutes Suchmaschinenranking zu erzielen:

Keyword-Dichte: Ihr solltet darauf achten, euer Keyword häufig und dennoch in einer angemessenen Menge in den Seitentext sowie in Produktbeschreibungen einzufügen. Der ideale Wert der Keyword-Dichte liegt bei 3-5 Prozent. Wie es hier mit eurer Webseite steht, könnt ihr zum Beispiel durch das Firefox-Addon Searchstatus herausfinden.

Fett geschriebener Webseitentext: Dieser wird von Suchmaschinen besser erkannt, weshalb man die wichtigsten Keywords fett markieren sollte (aber auch hier gilt: nichts übertreiben).

Überschriften:  die <h#>-Tags sind die Überschriften eines HTML-Dokuments, die nach Wichtigkeit gekennzeichnet werden. Eine <h1>-Überschrift wird von Suchmaschinen als bedeutendste Überschrift gewertet, während der <h6>-Überschrift die geringste Priorität zukommt.

Nutzerfreundlichkeit: Achtet immer darauf, dass die Texte trotz aller SEO-Maßnahmen leserlich bleiben. Ein für Suchmaschinen optimierter Text wird euch wenig nützen, wenn er eure User abschreckt.

DC vermeiden: Es kann immer passieren, dass jemand von eurer Seite Texte klaut. Jedoch sollte DC (Doppelter Content) unbedingt vermieden werden. Verfasst eure Texte immer selbst, prüft ab und zu manuell, ob man euren Text noch wo anders findet und fügt vor allem auch auf jede Unterseite individuellen und einzigartigen Content ein.

Bei Shops kann es generell schnell passieren, dass auf mehreren verschiedenen Webseiten, aber auch auf mehreren eigenen Unterseiten derselbe Content enthalten ist. Da das von Suchmaschinen sehr negativ bewertet wird, solltet ihr das unbedingt vermeiden, wenn ihr ein gutes Ranking anstrebt. Abhilfe könnt ihr schaffen, indem ihr jedem Produkt eine eigene URL zuordnet.

Was die Inhalte gerade bei Shops angeht, müsst ihr immer daran denken, dass euer User möglichst viel Information über ein Produkt lesen möchte. Da er das Produkt an sich nicht wie im ‚echten‘ Laden vor sich hat, sind diese Beschreibungen besonders wichtig. Darum: Spart nicht bei den Infos in euren Produktbeschreibungen, denn sie bringen sowohl Nutzern als auch Suchmaschinen etwas. Aber Vorsicht: Kopiert niemals nur die Produktbeschreibungen aus anderen Portalen! So generiert ihr DC und das ist wiederum schlecht für euer Ranking.

 

2. Usability

Nie vergessen: Der erste Eindruck zählt. Deshalb ist die Benutzerfreundlichkeit eures Webshops mindestens genauso wichtig wie die Optimierung in Hinblick auf SEO.

Eure Kunden wollen und müssen sich in eurem Shop wohlfühlen. Sie müssen erkennen, dass es sich um einen professionellen, wohl-strukturierten und vertrauenswürdigen Shop handelt. Auch sollten sie sofort Überblick über alle wichtigen Informationen wie Produkte, Preise, Versandkosten, Rückversand usw. erhalten. Darüber hinaus sollten Warenkorb und Bestellprozess möglichst übersichtlich sein.

Wenn diese Navigationsmechanismen gut funktionieren, leicht verständlich und überschaubar sind,  kann man damit anfangen, den Wohlfühlfaktor durch ansprechende Grafiken und Bilder zu vergrößern. Anstatt also nur eure Artikel aufzulisten, könntet ihr thematisch passende Bilder hinzufügen, die vor allem dazu dienen Emotionen zu wecken. Solche Bilder könnt ihr meist schnell und kostengünstig bei unterschiedlichen Bilddatenbanken herunterladen (z.B. bei istockphoto.com, fotolia.com oder shutterstock.com). Wenn ihr könnt und wollt, könnt ihr auch durch Bannerslider oder Topsellerrankings ein bisschen Bewegung auf die Seite bringen.

Denkt immer daran, dass Kundenbindung immer günstiger ist, als Neukunden für sich zu gewinnen. Deshalb ist es wichtig, dass ihr, sobald ihr einen Kunden habt, dafür sorgt diesen auch zu behalten. Stammkunden kann man durch ganz banale Dinge wie Rabattgutscheine erreichen, die einfach als Flyer zu jeder Bestellung hinzugefügt werden. Auch personalisierte Newsletter bringen hier viel. Es gibt mittlerweile auch schon kostenpflichtige Newslettersysteme, die das bisherige Kaufverhalten auswerten und diesbezüglich individuelle Empfehlungen auflisten.

Wenn ihr all diese Hinweise beachtet, wäre es interessant auch die Auswirkung dieser Optimierungsmaßnahmen im Blick zu behalten. Hierzu sind kostenlose Auswertungssysteme wie Google Analytics besonders geeignet. Ihr könnt damit die Effizienz eures Shops prüfen: Wie viele Besucher habt ihr, woher kommen sie usw. Weitere Shopsysteme geben euch auch die Möglichkeit die im Shop eingegebenen Suchbegriffe einzusehen. So könntet ihr unter Umständen noch Artikel aufnehmen, die ihr bisher noch gar nicht anbietet – und dadurch völlig neue Umsatzfelder für euch entdecken.

 

Soviel dazu, das war’s von uns! Dann bleibt uns jetzt nur noch euch viel Erfolg mit eurem Onlineshop zu wünschen!

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein von Yasmin Dorostan. Permanenter Link des Eintrags.
Über Yasmin Dorostan

Über Yasmin Dorostan

Yasmin Dorostan arbeitet als SEO bei der seonative GmbH. Da sie Erfahrung in der Suchmaschinenoptimierung mitbringt und mehrere Fremdsprachen fließend beherrscht, ist sie hier vor allem für die On- und OffPage-Optimierung der französisch- und spanischsprachigen Kampagnen zuständig. Vor allem begeistert sie das internationale Flair, das in der Firma herrscht und den Arbeitsalltag spannend macht - zum einen durch die französischen, russischen, amerikanischen, spanischen und italienischen Kolleginnen und Kollegen, aber auch durch die Kundschaft, die auf der ganzen Welt verteilt ist.

6 Gedanken zu “Tipps und Tricks zur Webshop-Optimierung – Teil 2

  1. Hallo Yasmin!

    Sehr gute und nützliche Tipps sind dabei! Leider sieht es in der Realität meist so aus, dass viele Shops vor allem im Bereich der Usability noch “sehr viel Potential nach oben” haben, milde ausgedrückt. Ich denke, oftmals ist dies aber auch ein Problem mangelnden Feedbacks seitens der Kunden. SEO-technisch verschenken zudem fast alle mir bekannten Shops viel Potential.

    • Hallo Marcel, danke für deinen Kommentar! Das stimmt, dass oft das Feedback der Kunden fehlt (wer will sich als Kunde schon die Zeit nehmen, einen für ihn unbekannten Shop anzuschreiben). Oft ist es auch so, dass Shop-Betreiber, die unglaublich viel Arbeit und Herzblut in den Aufbau des Shops gesteckt haben, völlig aus den Augen verlieren, den Shop mal aus Blickwinkel des Kunden zu betrachten. Ich habe schon oft erlebt, dass ein Webseiten-Betreiber ganz überrascht zustimmt, wenn man ihm sagt “Schau mal, man sieht gar nicht, dass es sich hier um einen Shop handelt”. Man verliert da manchmal den Blick dafür, wenn man die Seite täglich sieht und bearbeitet.
      Deshalb: Am besten einfach mal versuchen eine Pause einzulegen und den eigenen Shop aus Sicht des Users betrachten. Wem das schwer fällt, der kann die Seite immernoch Freunden und Bekannten zeigen, die ihn nie gesehen haben und auf deren spontane Reaktion achten.

  2. Ich fand den Artikel nützlich und interessant – besten Dank.
    Als Betreiber eines eigenen (wenn auch kleineren) Webshops für den Versand von Postern und Kunstdrucken bin ich stark daran interessiert, hier SEO-technisch zu optimieren. Was die Keyword-Density angeht, beruht der Richtwert von 3-5% sicher auf euren Erfahrungen – ich denke aber, dass das man das wohl eher nicht pauschal als Zielwert für jede Webseite sehen kann.
    Ich hab in meinem sitefactor Account gesehen, dass ich da auch die für eine URL oder Domain relevanten Keywords anzeigen lassen kann. Ist ja im Prinzip so was ähnliches wie die Analyse der Keyword-Density oder?
    Der Google Position Job hat es mir jedenfalls schon mal angetan ;)

    • Hallo Ronald, das hast du richtig erkannt, eine Keyword-Dichte von 3-5% ist vor allem ein Richtwert. Und es stimmt, dass man durch sitefactor die Tenzend erkennen kann, wie stark ein Keyword in der URL gewichtet wird. Das hilft auf jeden Fall weiter, weil man so unter Umständen erkennt, dass ein wichtiges Keyword z.B. häufiger vorkommen sollte.
      Freut mich, dass dir unser Google Position Job gefällt :) Ich wünsche dir noch viel Erfolg mit deinem Webshop und ein schönes Wochenende!

  3. Hallo Yasmin,

    du schreibst: “Bei Shops kann es generell schnell passieren, dass auf mehreren verschiedenen Webseiten derselbe Content enthalten ist”

    Meinst du damit dass mehrere URLs auf die selbe Unterseite verweisen (ist bei uns nicht der Fall)?
    Oder ist es auch ein Problem wenn ich in verschiedenen Produktbeschreibungen (haben alle unterschiedliche URLs) einen fast gleichen Text drin habe?

    Danke,
    Stefan [mindcare24]

    • Hallo Stefan,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Wenn mehrere URLs auf die selbe Unterseiten verweisen, ist das kein Problem. Interne Links sind ja auch gut und wichtig, man sollte hier eben auch auf eine gute Verteilung der internen Verweise achten (aber das ist ein Thema für sich ;)).

      Wenn allerdings verschiedene Produktbeschreibungen sehr ähnliche oder gar gleiche Texte haben, könnte das zum Problem werden. Google & Co. mögen nämlich keine doppelten Inhalte, was im schlimmsten Fall zu Ranking-Verlusten und damit einem Verlust der Sichtbarkeit führen kann. Wir empfehlen daher, soviel Individualität wie möglich auf jede(!) Unterseite zu bringen. Außerdem sollte natürlich noch darauf geachtet werden, dass die Texte nicht auch noch auf Dritt-Seiten vorkommen oder gar direkt vom Hersteller übernommen wurden.

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